• Die Kerze

    Die Kerze

    Hopfen und Malz sind hier noch nicht verloren, denn das Haar ist noch nicht gespalten – aber kurz davor. Ähneln die Haarenden der Form einer Kerze, dann ist die sog. äußere Kutikula des Haares beschädigt. Mit diesem Fachbegriff wird der durchsichtige Schutzmantel eines jeden Haares beschrieben, deren Aufbau dem von Fischschuppen oder Dachziegeln ähnelt. Ist die Kutikula nicht mehr intakt, droht dem Haar Feuchtigkeitsverlust, eine mangelnde Geschmeidigkeit, deutlich weniger Elastizität und Glanz. Schreitet man jetzt nicht ein, kann Haarbruch die Folge sein.
    Wir raten Dir, einen Termin beim Friseur auszumachen, um die geschädigten Spitzen abschneiden zu lassen. Dadurch entkommst Du der Gefahr, dass sich die Haare spalten und einen größeren Teil des Haares beschädigen. Bis Du Deinen Termin hast, solltest Du Deine Spitzen mit reichhaltigen natürlichen Ölen pflegen (mehr dazu später in diesem Artikel).

  • Der Ast

    Der Ast

    Wenn die sog. Kortex des Haares, die seinen Hauptbestandteil bildet und die Beschaffenheit hinsichtlich Struktur, Farbe, Elastizität und Dicke bestimmt, zwar noch zusammenhält, sich aber schon zu trennen beginnt, entsteht die typische Astgabel-Optik am Ende Deines Haares. Der Ast ist die am häufigsten vorkommende Spliss-Art – aber Du hast dabei noch mal Glück gehabt, denn es handelt sich dabei um Spliss im Anfangsstadium. Dein Haar gibt Dir ein Warnsignal und ruft nach mehr Pflege und Feuchtigkeit. Der „Ast“ kann auch als Minispliss vorkommen, das bedeutet, dass die Gabelung zwar deutlich erkennbar, aber noch nicht so ausgeprägt ist. Mit sorgfältiger Pflege kannst Du den Spliss reparieren und die Enden versiegeln.

  • Die Gabel

    Die Gabel

    Ist Dein Haarende mehrfach gespalten und sieht aus wie ein Dreizack oder eine Gabel, ist das eindeutig ein Indiz für eine stärkere Schädigung der Haarfaser. Auch mit viel Pflege kannst Du hier nicht mehr viel retten – Du solltest Deine Spitzen beim Friseur schneiden lassen. Achte in Zukunft darauf, Deinen Haaren immer wieder etwas Gutes zu tun, um einem erneuten Auftreten der „Gabel“ vorzubeugen.

  • Der Baum

    Der Baum

    Das Spliss-Wachstum ist bei einem Maximum angekommen, wenn nicht nur die Spitzen sich teilen, sondern auch die Kortex, also der Faserstamm der Haare. Jetzt sind nicht nur die Enden in Mitleidenschaft gezogen worden, sondern auch die gesamte Haarfaser. Hier hilft auch eine intensive Pflege nicht mehr – die Haare müssen ein Stückchen ab.

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  • Regelmäßig schneiden

    Regelmäßig schneiden

    Spliss entsteht durch die eingangs genannten Faktoren, aber auch, wenn Du Deine Haare nicht regelmäßig schneiden lässt. Selbst, wenn Du Dir lange Haare wünschst und sie daher wachsen lassen willst, solltest Du die Spitzen spätestens alle vier Monate schneiden lassen – ansonsten hast Du zwar irgendwann langes Haar, dafür aber kaputtes. Und dann muss es erst recht ab.

  • Richtiger Kissenbezug

    Richtiger Kissenbezug

    Du kannst Deinem Haar bereits im Schlaf unterstützen, auf Dauer schön und gesund zu bleiben – mit einem Kissenbezug aus Seide. Die feine, glatte Seidenstruktur rauht das Haar nicht zusätzlich durch Reibung auf.

  • Färben

    Färben

    Es ist allseits bekannt: Zu häufiges Färben kann die Haare schädigen. Achte also darauf – wenn Du öfter etwas Farbe auf Dein Haupt bringen willst – die strapazierten Spitzen auszulassen und Deine Haare immer gut zu pflegen.

  • Beim Styling aufpassen

    Beim Styling aufpassen

    Heiße Fönluft oder Stylen mit dem Glätteisen kann die Bildung von Spliss beschleunigen. Nutze daher immer ein Hitzeschutz-Produkt und pflege Deine Haare ausreichend.

  • Die richtige Haarbürste

    Die richtige Haarbürste

    Wir können Dir zwei Arten von Bürsten empfehlen: die Bürste mit abgerundeten Naturfasern sowie den Tangle Teezer. Beide entwirren die Haare schonend, vorsichtig und reiben sie nicht auf.

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Das A und O: die intensive Pflege des Haares

Um Spliss vorzubeugen oder ihn zu verbessern, raten wir Dir, Deine Haare regelmäßig mit intensiven Nährstoffen und Feuchtigkeit zu versorgen. Dazu sind folgende natürlichen Öle bestens geeignet:

  • Arganöl

    Arganöl

    Arganöl wird aus der Frucht des marrokanischen Arganbaums gewonnen. Es bietet wirkungsvolle Hilfe bei brüchigem, trockenem, spröden und strapazierten Haar. Es stärkt die Haarwurzeln und das Haar wächst gesünder, schneller und kräftiger.

    Um Deine Haare präventiv zu pflegen, damit Spliss und Haarbruch gar nicht erst auftreten, kannst Du ein paar Tropfen Arganöl in Dein Shampoo mischen und Deine Haare wie gewohnt damit waschen.

    Zwei bis dreimal die Woche kannst Du eine Intensivkur mit dem Öl machen. Feuchte dazu Deine Haare leicht an, gib das Arganöl in Deine Hände und arbeite es sanft in Dein gesamtes Haar und besonders in die Spitzen ein. Massiere Deine Kopfhaut damit. Wickle nun Frischhaltefolie um Deinen Kopf oder setze eine Duschhaube auf. Lasse das Öl 30 bis 60 Minuten oder über Nacht einwirken und wasche es mit einem milden Shampoo aus.

  • Rizinusöl

    Rizinusöl

    Auch Rizinusöl, das aus den Samen in den Kapselfrüchten des Rizinusstrauchs gewonnen wird, ist eine wahre Wohltat für die Haare. Es kräftigt und nährt sie intensiv. Auf diese Weise werden Haarbruch und Spliss reduziert.

    Die präventive Anwendung erfolgt wie beim Arganöl: Mische Deinem Shampoo ein paar Tropfen Rizinusöl bei, um es anzureichern.

    Als Intensivpflege und Kur kannst Du es zwei- bis dreimal pro Woche in Deine gesamten Haare und vor allem die Spitzen einmassieren, dann alles wie gehabt: 30 bis 60 Minuten oder über Nacht unter Frischhaltefolie oder einer Duschhaube einwirken lassen, danach mit einem milden Shampoo auswaschen.

  • Mandelöl und Kokosöl

    Mandelöl und Kokosöl

    Ein perfektes Pflegeduo stellen Mandelöl und Kokosöl dar.
    Mandelöl verleiht trockenem, stark strapaziertem Haar Glanz und Festigkeit, Kokosöl dringt tief in das Haar ein und versorgt es dort mit Nähr- und Pflegestoffen. Es macht das Haar stärker und erhöht seine Sprungkraft, ummantelt und glättet das Haar. So wird Haarbruch vorgebeugt.

    Für eine intensiv pflegende Haarkur mischt Du zwei Esselöffel Kokosöl mit einem Esslöffel Mandelöl, verteilst alles in den Haaren, umwickelst Deinen Kopf mit Frischhaltefolie (Alternative: Duschhaube) und lässt die Ölkur über Nacht einwirken. Am nächsten Morgen wäschst Du die Reste gründlich aus.

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