„Ich bin stolz auf die Falten. Sie sind das Leben in meinem Gesicht.“ – das sagte einst Brigitte Bardot (Schauspielerin, Model, Sängerin und Sexsymbol der 1950er – 1970er Jahre). Falten geben einem Gesicht Charakter, machen es interessant. Doch meist sind es nicht nur sympathische Lachfältchen, die sich im Gesicht finden, sondern auch Zornesfalten oder Marionettenfalten, die es mitunter streng und abgespannt wirken lassen können. Wir können die Zeit, die zarte Linien oder starke Furchen in der Haut hinterlässt, nicht anhalten. Aber mit verschiedenen Mitteln kann die Entwicklung und Ausprägung von Falten auf jeden Fall gemildert werden. Wie das geht, erklären wir Dir in diesem Blog-Artikel.

Wie entstehen Falten?

  • 1. Epidermis

    1. Epidermis

    Die Epidermis (auch Oberhaut genannt) stellt eine schützende Schicht z. B. gegen UV-Strahlung dar.

  • 2. Dermis

    2. Dermis

    Die zweite Schicht nennt sich Dermis (Lederhaut). Sie ist entscheidend für die Spannkraft und Elastizität Deiner Haut und bildet Hautstrukturen wie den Fingerabdruck, die Dich unverwechselbar machen. Weiterhin finden sich in der Dermis freie Nervenendigungen und Sinneszellen, damit Du Wärme wahrnehmen kannst.

  • 3. Subkutis

    3. Subkutis

    Die dritte Schicht nennt sich Subkutis (Unterhaut) und dient als Energiespeicher und Wärme-Isolationsschicht. Zudem fungiert sie als eine Art Puffer zwischen Haut und Muskeln bzw. Knochen.

Im Lauf der Zeit reduziert sich die Qualität und Anzahl der Kollagen- und Elastin-Fasern, die in der Lederhaut sitzen. Sie sind nicht mehr so elastisch, werden durch bestimmte Enzyme zerstört und verringern sich dadurch. Außerdem schrumpft mit den Jahren das Unterfett und Bindegewebe der Haut. Feuchtigkeit kann nicht mehr so gut gebunden werden. Das Ergebnis: die ganz natürliche, zeitlich bedingte Hautalterung (intrinsische Hautalterung). Es bilden sich lineare Furchen auf der Oberfläche der Haut, die auf eine Faltung der Epidermis und Lederhaut zurückzuführend sind.

Aber nicht nur das Älterwerden führt zur Ausbildung von Falten. Die eben genannte intrinsische kann durch die extrinsische Hautalterung beeinflusst und gegebenenfalls sogar beschleunigt werden: Besonders durch UV-Strahlen werden in der Lederhaut Prozesse in Gang gesetzt, die das Bindegewebe und die wasserbindende Grundsubstanz negativ beeinflussen.

Darüber hinaus gibt es noch viele andere Ursachen, die zur Ausprägung von Falten führen können: Dazu gehört ein Mangel an Feuchtigkeit (wenn die Haut zu trocken ist), Rauchen, Drogenmissbrauch, Stress und Sorgen sowie eine deutliche Gewichtsabnahme, die das Volumen der Fettzellen drastisch reduziert. Auch Muskelbewegungen wie das wiederholte Zusammenkneifen der Augen oder Stirnrunzeln können die Entstehung von Falten fördern. Weiterhin können auch ein Mangel an Vitamin E, Hautkrankheiten oder Verletzungen an der Haut Falten zur Folge haben. Häufige Solarienbesuche und Schadstoffbelastungen beschleunigen die Hautalterung ebenfalls.

Wie läuft die Hautalterung ab?

Im Laufe unseres Lebens durchläuft die Haut verschiedene Phasen des Aufbaus und der Alterung.

Im Babyalter ist die Schutz- und Barrierefunktion noch nicht vollständig entwickelt. Das bedeutet, dass die Haut besonders empfindlich gegen Reizstoffe, Sonne und Keime ist. Die Haut ist bis zu fünfmal dünner als Erwachsenenhaut und trocknet leicht aus. Erst im zweiten Lebensjahr baut sich der hauteigene Sonnenschutz auf. In der Kindheit entsteht auch der Säureschutzmantel. Im Alter von ungefähr sechs Jahren ist die Haut schließlich voll entwickelt.

Mit Beginn der Pubertät finden viele Veränderungen im Körper statt. Nicht zuletzt durch das Ungleichgewicht der Hormone steigt die Talgproduktion an. Pickel, Pusteln und Mitesser bedingen ein häufig unreines Hautbild.

Ab dem Alter von 20 Jahren, mit Abschluss der Pubertät, sieht die Haut meist glatt, schön prall und frisch aus. Ab jetzt können bereits erste Alterungsprozesse einsetzen. Bei dem ein oder anderen werden z. B. feine Linien im Augenbereich (sog. Krähenfüße) sichtbar.

Mit etwa 30 Jahren beginnt die Wasserbindungsfähigkeit der Haut zu sinken. Bereits vorhandene Augenfältchen können sich vertiefen, feine Stirnquerfalten können dazukommen. Meist entwickeln sich nun zwischen Nase und Mundwinkeln die sog. Nasolabialfalten. Zwischen den Augen kann eine Zornesfalte dazukommen.

In den 40er-Lebensjahren wird das Unterfettgewebe abgebaut, Kollagenfasern verhärten und die Alterserscheinungen werden offensichtlicher: Bereits vorhandene Falten können sich vertiefen und stärker hervortreten.

Ab dem Alter von 50 Jahren bedingt der sinkende Östrogenspiegel bei Frauen (Wechseljahre) das Hautbild. Regenerationsprozesse laufen langsamer ab, die Haut wird dünner und trockener, die Gesichtskonturen können erschlaffen, häufig entstehen Altersflecken und Knitterfalten an Hals und Dekolleté.

Die Haut wird immer dünner: Mit etwa 60 Jahren können Äderchen und sonnenbedingte Hautschäden zunehmen bzw. sichtbar werden.

In den 80er-Lebensjahren kann die Haut bis zu 50 % ihrer ursprünglichen Dicke verlieren. Sie wird empfindlich und verletzlich. In diesem Alter können auch gut- oder bösartige