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Für alle, die von Amors Pfeil getroffen wurden, ist der 14. Februar DER romantische Tag schlechthin. Am Valentinstag fliegen Herzchen vermehrt von Auge zu Auge.
Liebesbotschaften, Schmuck, Schokolade und andere Geschenke werden verteilt – und natürlich darf die traditionelle rote Rose nicht fehlen…
Doch weißt Du eigentlich, woher dieser Tag der Verliebten kommt? Dieser Blog-Beitrag soll Dir ein paar Hintergrundinfos zur Entstehung und typischen Traditionen geben.

Die Quelle des Tages der Liebenden ist ungewiss

Es gibt verschiedene Mythen, Überlieferungen und Erzählungen, die sich um den Valentinstag ranken. Woher er kommt, lässt sich nicht sauber klären. Im Folgenden haben wir einige mögliche Theorien für Dich zusammengetragen.

Geschichte Nummer 1: Bischof Valentin von Terni

Vielleicht geht unser traditioneller Valentinstag auf den Bischof Valentin von Terni zurück, der im dritten Jahrhundert in Umbrien amtierte und Verliebte trotz Verbot des Kaisers miteinander vermählt haben soll. Und weißt Du, warum die Ehen verboten waren? Der Kaiser dachte, dass unverheiratete Männer mit mehr Elan in den Krieg zögen als verheiratete. Der Bischof aber widersetzte sich dieser „Anweisung“. Der Sage nach hat er den frisch getrauten Ehepaaren Blumen aus seinem Garten geschenkt. Die Ehen, die er beschlossen hatte, sollen unter einem besonders guten Stern gestanden haben.

Weiterhin soll der Legende nach Craton, ein vornehmer Redner aus Athen, Valentin von Terni nach Rom beordert haben, um seinen Sohn zu heilen. Dieser litt unter einer verkrümmten Wirbelsäule (unsere Ärzte würden heute wahrscheinlich die Diagnose „Skoliose“ stellen). Der Bischof tat sein Bestes, half dem Jungen. Aus Dank soll sich die ganze Familie zum Christentum bekehrt haben.

Der 14. Februar etwa des Jahres 268 soll angeblich das Sterbedatum des Bischofs gewesen sein. Er zählt nun zu den volkstümlichen Heiligen der Kirche und ist vergleichbar mit Martin und Nikolaus.

Im Mittelalter war es ein auf Valentin von Terni beruhender Brauch, dass junge Paare am 14. Februar durch das Los „füreinander bestimmt“ wurden. Nachdem sie gegenseitig Geschenke ausgetauscht hatten blieben sie für ein Jahr verlobt. Erst danach durften sie heiraten.

In vielen Ländern wird der heilige Valentin auch heute noch als Patron der Liebenden und Heiliger der Zärtlichkeit verehrt.

Geschichte Nummer 2: Gedenktag für die römische Schutzgöttin Juno

Möglich ist auch, dass der Valentinstag aus dem alten Rom stammt – und zwar als Gedenktag für Juno (griechisch Hera), der römischen Schutzgöttin der Ehe und Familie. Der Sage nach half Sie Frauen dabei, den richtigen Partner zu finden. Dazu nutzte sie ein Liebesorakel.

Um die Göttin zu ehren, wurden Juno angeblich jedes Jahr am 14. Februar Blumenopfer erbracht – später verselbständigte sich dieser Brauch und den Frauen wurden mit Blumen beschenkt.

Geschichte Nummer 3: Lupercalia-Fest (Lupercalia)

Im alten Rom galten die Lupercalien als das Hauptfest zu Ehren des Herdengottes Faunus. Er wurde auch als Wolfsgott oder Wolfsabwehrer bezeichnet und als Beschützer der Hirten und Bauern verehrt.

Das traditionelleLupercalia-Fest fand stets am 15. Februar statt – ein Datum, das heute durch den 14. Februar, eben dem Valentinstag, ersetzt wird.

Geschichte Nummer 4: Kirchenfest Hypapante

In der Ostkirche wurde am 14. Februar stets das Fest Hypapante (Begegnung; oder auch Darstellung des Herrn) gefeiert. Es geht auf das 4 Jahrhundert zurück und entstand in Jerusalem als Nebenfest von Christi Geburt. Das Festdatum war anfangs der 14. Februar (40 Tage nach dem Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar), ab dem 6. Jahrhundert der 2. Februar (40 Tage nach dem Hochfest der Geburt Jesu Christi am 25. Dezember). Der 25. Dezember wird nach liturgischer Zählweise als erster Tag des Vierzig-Tage-Zeitraums mitgezählt.

Für die „Begegnung“ wurde auch das Bild des Bräutigams genutzt. Vom himmlischen Bräutigam aus blieb später der Bräutigam über – und aus dem kirchlichen Festtag wurde ein weltlicher.

Übrigens gilt das Hypapante-Fest als Vorbereitungsphase für Ostern.

Internationale Traditionen am Valentinstag

Schon seit dem 14. Jahrhundert warben Verliebte in England an diesem Tag mit einem sehr schönen Brauch umeinander: Es wurde die „Vogelhochzeit“ gefeiert. Der Mann (Valentin) warb spielerisch mit Gedichten, Liedern und anderen Geschenken um die Frau (Valentine).

Ab dem 17. Jahrhundert begannen die Liebenden, sich Valentinskarten mit Blumenbildern und Gedichten zu schicken.

In Japan beschenken Frauen nicht nur Ihre Ehemänner: Seit vielen Jahren schon bekommen auch männliche Kollegen und Chefs Schokolade von ihnen. Aber das bleibt nicht ohne Gegenleistung: Die Frauen dürfen dann einen Monat später weiße Schokolade als Geschenk erwarten. Daher heißt der 14. März in Japan St. White Day.

In Finnland wird der Valentinstag als Freundschaftstag gefeiert. Diejenigen, die man mag und sympathisch findet, werden meist anonym mit Karten oder kleinen Geschenken überrascht. Genau wie in den USA: Je mehr Valentinskarten eine Person erhält, desto beliebter ist sie.

Die katholische Kirche lässt in Österreich am Valentinstag in vielen Städten 100.000 „Liebesbriefe von Gott“ verteilen. Sie werden von hunderten von „Valentinsboten“ an Verkehrsknotenpunkten, auf Marktplätzen, in Einkaufszentren, Pflegeheimen, Kindergärten, Krankenhäusern und bei Tür-zu-Tür-Besuchsaktionen verteilt. Die Leser werden zu einem Rendezvous mit Gott einladen. Das Ziel der Aktion ist, Gottes Zuwendung im Alltag in sympathischer Weise auszudrücken.

Und wie ist es bei uns? In seiner heutigen Form gewann der Valentinstag in Deutschland erst nach dem 2. Weltkrieg an Bedeutung. Angeblich waren es US-Soldaten, die ihre Bräuche nach dem Krieg mit zu uns brachten.

1950 wurde in Nürnberg der erste Valentinsball veranstaltet. Nach und nach etablierte sich dieser Festtag dann bei uns – dank Werbung und Marketing jedes Jahr etwas mehr…

Mit welchen Geschenken Du Deinen Liebsten eine Freude machen kannst, verraten wir Dir in unserem nächsten Blog-Beitrag, der am kommenden Montag gegen 12 Uhr erscheint.

Stephanies Tipp:

Hast Du schon mal etwas vom „Valentinstagsorakel“ gehört? Hierbei stand in alten Zeiten die Suche nach dem Zukünftigen im Vordergrund. Dabei wurden die Namen potentieller Liebhaber auf mehrere Zettelchen geschrieben, zusammengeknüllt und mit Lehm umhüllt. Die Kugeln kamen dann in ein Glas mit Wasser. Das Zettelchen, das als Erstes freigegeben wurde, enthielt der Sage nach den Namen des oder der Zukünftigen.

Naja, gut, es müssen natürlich viel mehr Faktoren für den wahren Traumpartner erfüllt sein, als dass das Zettelchen mit seinem Namen erscheint. Aber eigentlich klingt das nach einem witzigen Spiel… ich schätze mal, das eignet sich gut für einen Mädelsabend 😉!

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