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Der Gang in die Drogerie ist für viele Frauen – aber auch Männer – oft so etwas wie Wellness. Zwischen den Regalen finden sich viele Cremes, Lotionen, Duschgels, Badezusätze, Shampoos, Conditioner und Haarkuren. Hier ist alles, was das Beauty-Herz begehrt. Doch ist das wirklich so? Nicht unbedingt – denn viele dieser auf den ersten Blick so toll wirkenden Kosmetikprodukte sind voll von (potentiell) krankmachenden Inhaltsstoffen. Wie viel Pflege in diesen konventionellen Körperpflegeprodukten bei all den chemischen Zusätzen übrig bleibt, erklären wir Dir in diesem Blog-Artikel.

Erst Chemie, dann Pflege

Leider ist es so, dass die meisten handels- bzw. drogerieüblichen Kosmetikartikel wesentlich weniger echte „Pflege“ erhalten, als Dir Werbung und Etikett vermitteln. Der Großteil stellt in der Regel Wasser dar, daher wird es in der Auflistung der Inhaltsstoffe meist an erster Stelle genannt. Der nächste große Anteil sind nicht pflegende Stoffe, sondern chemische.

Schauen wir uns mal an, was ein typisches Duschbad alles so an Chemie enthält: Zuerst mal sind da die Tenside. Sie sorgen für den typischen Schaum und sollen reinigen. Das bedeutet, dass sie die Haut entfetten und ihr Feuchtigkeit entziehen. Das ist natürlich kontraproduktiv. Die Hersteller wirken diesem Effekt entgegen, indem sie zusätzlich Rückfettungsmittel und Feuchtigkeitsspender sowie organische Säuren, die für den richtigen pH-Wert zuständig sind, beimischen. Damit das Duschbad nicht ausflockt und sich angenehm auf die Haut auftragen lässt, befindet sich in der Rezeptur noch ein Verdickungsmittel. Dann kommen noch Hautkonditionierungsmittel (Silikone) dazu, die bewirken sollen, dass sich die Haut nach der Anwendung (zumindest kurzfristig) schön glatt anfühlt. Jetzt riecht das Duschbad aber noch seltsam, also müssen für den guten Geruch noch künstliche Duftstoffe hinein. Ebenfalls künstliche Farbstoffe, Perlglanzgeber und Trübungsmittel sorgen dafür, dass es auch noch schön aussieht. Und damit das Duschbad lange hält, fügen die Hersteller noch Konservierungsstoffe, Antioxidantien und Komplexierungsmittel dazu.

Viele chemische Hilfs- und Zusatzstoffe in herkömmlicher Kosmetik

Merkst Du was? Wenn Du unter der Dusche stehst oder in der Badewanne sitzt, denkst Du eigentlich, dass Du Haut, Körper und Seele etwas Gutes tust – nachdem Du in der Drogerie die Regale nach etwas vermeintlich Schönem durchsucht hast.

Doch es lohnt sich immer ein Blick auf die Inhaltsstoffe!
Der Industrieverband Körperpflege und Waschmittel e.V. hat dazu ein 188 Seiten langes Dokument veröffentlicht, das den Titel „Kosmetika – Inhaltsstoffe – Funktionen“ trägt. Hier lässt sich nachlesen, wie viele chemische Zusätze in Kosmetikprodukten verarbeitet werden.

Dazu gehören z.B.:

  • Absorptionsmittel
    Sie nehmen wasser- und/oder öllösliche Substanzen auf.
  • Antimikrobielle Stoffe
    Sie verringern die Aktivitäten von Mikroorganismen auf der Haut und in der Mundhöhle.
  • Antioxidantien
    Sie verhindern Oxidation und sorgen dafür, dass das Produkt nicht so schnell ranzig wird.
  • Antischaummittel
    Bei einigen Kosmetikprodukten ist ein Schäumen nicht erwünscht, daher kommen Antischaummittel zum Einsatz.
  • Antistatika
    Diese findest Du vermehrt in Haarpflegeprodukten. Sie verringern die elektrostatische Aufladung der Haaroberfläche.
  • Bindemittel
    Sie sorgen dafür, dass pulver- oder puderhaltige kosmetische Zubereitungen zusammenhalten.
  • Chelatbildner
    Sie sind für das Aussehen und/oder die Stabilität von Kosmetikprodukten zuständig.
  • Emollentien
    Sie glätten die Haut.
  • Emulgatoren
    Besteht das Produkt z.B. aus Öl und Wasser, sorgen Emulgatoren dafür, dass sich diese eigentlich nicht mischbaren Flüssigkeiten stabil verteilen lassen.
  • Emulsionsstabilisatoren
    Sie machen das Produkt stabil und länger haltbar.
  • Feuchtigkeitsspender
    Sie dienen dazu, dass die Hautfeuchtigkeit aufrechterhalten bleibt.
  • Filmbildner
    Sie erzeugen einen Film auf der Haut, den Haaren oder Deinen Nägeln.
  • Konservierungsstoffe
    Sie schützen das Produkt vor dem Verderben aufgrund von Mikroorganismen.
  • Korrosionsschutzmittel
    Sie schützen vor einer Korrosion der Verpackung.
  • Farbstoffe
    Sie sorgen dafür, dass das Produkt ansehnlich und schön bunt wird. Farbstoffe kommen auch in dekorativer Kosmetik, sprich Make-up vor. Hier lautet ihre Aufgabe, die Haut zu färben.
  • Lösungsmittel
    Häufig dienen sie als Basis für kosmetische Zubereitungen. Weiterhin setzen Kosmetikhersteller sie ein, um bestimmte Substanzen zu lösen.
  • Oxidationsmittel
    Sie verändern die chemische Beschaffenheit einer anderen Substanz durch das Hinzufügen von Sauerstoff.
  • pH-Wert-Regler
    Sie stellen den gewünschten pH-Wert ein.
  • Reduktionsmittel
    Sie verändern die chemische Beschaffenheit einer anderen Substanz.
  • Tenside
    Hinter diesem Begriff verbergen sich sogenannte grenzflächenaktive Verbindungen zur Reinigung.
  • Treibgase
    Kennst Du von Deodorant oder Haarspray – Treibgase treiben den Inhalt bei Druckentlastung heraus.
  • Trübungsmittel
    Sie sind dafür zuständig, Kosmetikprodukte undurchdringlicher für sichtbares Licht zu machen.
  • Vergällungsmittel
    Sie werden Mitteln zugesetzt, die Ethylakohol enthalten. Sinn und Zweck? Das Produkt ungenießbar zu machen.
  • Viskositätsregler
    Je nach Menge verringern sie die Zähflüssigkeit eines Produkts oder erhöhen sie.

Jetzt denkst Du vielleicht: „Ist doch toll, dass man so viele Stoffe gefunden hat, die super Eigenschaften haben und mein Kosmetikprodukt zu dem machen, was es ist!“

Leider können wir als Naturkosmetikhersteller dem nicht so positiv entgegen treten. Denn all diese künstlichen und chemischen Stoffe haben auch eine deutliche Schattenseite: Sie können Dich krank machen. Viele von ihnen sind Verursacher von Allergien, machen die Haut trocken und kaputt oder können in den Körper eindringen und dort große Schäden anrichten. Manche Stoffe greifen in den Hormonhaushalt ein oder stehen in starkem Verdacht, Krebs auszulösen.

Dazu kommt noch, dass vor lauter Chemie in konventioneller Kosmetik kaum „echte“ pflegende Inhaltsstoffe enthalten sind – und wenn, dann nur in ganz geringen Konzentrationen. Und da sie nur „in Spuren“ in den Rezepturen auffindbar sind, haben die Stoffe leider auch nur einen schier belanglosen Pflegeeffekt (das erklären wir Dir auch in unserem Artikel zum Arganöl).

Wie Du dennoch zu guter und effektiver Hautpflege kommst

Um Deinem Körper etwas Gutes zu tun, solltest Du Eigenverantwortung übernehmen. Das bedeutet, dass Du Dir die Mühe machen solltest, Dich mit den verschiedenen Herstellern und ihren Produkten auseinanderzusetzen. Schaue genau, welche Inhaltsstoffe in welchen Konzentrationen in dem Produkt enthalten sind, für das Du Dich interessierst. Checke die Websites der Hersteller und finde heraus, welche Mottos sie haben. Sehr gut sind auch Siegel. Sie verraten Dir, welche Werte hinter einem Produkt stecken.

Auf der „richtigen“ Seite bist Du mit Naturkosmetik, denn damit kannst Du nichts falsch machen: Sie übt sich ganz klar im Verzicht. Es werden keine synthetischen Inhaltsstoffe, künstliche Farb- und Konservierungs,- Farb- oder Duftstoffe verwendet. Auch auf den Einsatz von Kunststoffen bzw. Mikroplastik wird in der Regel verzichtet. Zudem wird dem Einsatz gentechnisch behandelter Rohstoffe entsagt. Die Zutaten sollten nachhaltig produziert werden, natürlichen Ursprungs sein und aus biologischem Anbau stammen. Weiterhin sollte sich Naturkosmetik dem Tierschutz widmen und aktiv auf Inhaltsstoffe verzichten, die an Tieren getestet worden sind.

Unsere Naturkosmetikmarke Satin Naturel unterschreibt all diese Thesen: Unsere Produkte sind so natürlich und biologisch wie nur möglich. Weiterhin sind sie vegan und werden keinesfalls an Tieren getestet. Probiere es doch mal aus!

Stephanies Tipp:

Solltest Du jetzt die bekannten großen Kosmetikhersteller und ihre Produkte hinterfragen, so geben wir Dir noch mehr Infos an die Hand! In unserem Blog findest Du viele Artikel zum „Wachwerden“:

Stephanie Pauli

Stephanie verfasst für den Satin Naturel Naturkosmetik-Blog spannende Artikel rund um die Themen Beauty, Haut und natürliche Schönheit. Sie hat Germanistik und Romanistik studiert. Seit ihrem Abschluss im Jahr 2009 ist sie im Kreativ-Marketing (Text/PR) tätig. Wenn Sie nicht gerade schreibt, verbringt sie viel Zeit mit ihrer Familie, ihren Freunden und ihren zwei Katzen Lilly und Molly. Weiterhin malt sie ab und an Zentangle-Bilder und liebt Wellness.

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