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„Die Gesundheit ist wie Salz. Man merkt nur, wenn es fehlt.“

Unser Körper ist ein sehr komplexes System, bei dem sich viele feine Vorgänge zahnradartig ergänzen. Wenn Dein Körper all das hat, was er braucht, ist alles in Ordnung. Doch gibt es irgendwo ein Ungleichgewicht, so können größere oder kleinere Probleme, die mitunter nicht schlimm sein müssen, aber ganz schön nervig sein können, die Folge sein.

Heute zeigen wir Dir auf, wie wichtig ein kleines Spurenelement namens Zink für Deine Haut und Dein Wohlbefinden sein kann.

Was ist Zink und wozu ist es da?

Zink – das ist ein für den Körper sehr wichtiges Spurenelement. Er benötigt es für verschiedene Stoffwechselvorgänge. Zink ist ein notwendiger Bestandteil zahlreicher Enzyme und treibt wichtige biochemische Vorgänge im Körper voran.

Weiterhin hängt auch die Stärke des Immunsystems maßgeblich von Zink ab. Darüber hinaus ist es wichtig für die Bildung verschiedener Hormone. Der Körper braucht es außerdem für die Verdauung und Blutbildung. Bei Männern ist Zink mitverantwortlich für die Spermienproduktion. Zudem ist Zink für die Eiweißsynthese (einen Vorgang, bei dem Proteine im Körper aufgebaut werden) und die Zellteilung und -steuerung notwendig; damit auch für Haut, Haare und Wundheilung.

Zink findet sich in den meisten Körperzellen. Summiert man alles, ist in Deinem Körper etwa zwei bis vier Gramm dieses Spurenelements enthalten. Obwohl es so wichtig für die unterschiedlichsten Körpervorgänge ist, kann der Körper es nicht selbst bilden und nur kurzzeitig speichern. Aus diesem Grund ist es wichtig, Zink über eine ausgewogene Ernährung zuzuführen.

In welchen Lebensmitteln steckt viel Zink?

Als wichtigste Lieferanten für das Spurenelement gelten Fleisch (besonders Rindfleisch und Leber von Rind, Kalb oder Schwein), Fisch und Meeresfrüchte (hier vor allem Austern und Muscheln). Auch Käse (Edamer, Gouda und Tilsiter) ist reich an Zink, ebenso wie Haferflocken, Linsen, Sojabohnen, Sojamehl, Nüsse, grüne Erbsen, Weizenmischbrot, Sonnenblumenkerne, Hirse, Weizenkleie und Eier.

Dein Körper kann das Zink aus tierischen Quellen besser verarbeiten als das aus pflanzlichen Nahrungsmitteln. In diesen ist oft Phytinsäure enthalten, die die Aufnahme von Zink in den Körper hemmt.

Was passiert bei einem Zinkmangel?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät Frauen zu sieben, Männern zu zehn Milligramm Zink pro Tag. Mit einer ausgewogenen Ernährung und bei normalem Gesundheitszustand wird dieser tägliche Bedarf problemlos über das Essen abgedeckt.

In manchen Fällen kann es aber zu einem Zinkmangel kommen: Beispielsweise Vegetarier und Veganer haben eine (zu) geringe Menge dieses Spurenelements im Körper. Schwangere und stillende Frauen haben häufig einen erhöhten Zinkbedarf. Auch Senioren gehören zur Zinkmangel-Risikogruppe: Sie ernähren sich häufig zu einseitig oder leiden an Krankheiten, die den Appetit verringern. Außerdem können Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts (vor allem, wenn sie chronisch sind) einen Zinkmangel hervorrufen.

Dieser kann sich mit unterschiedlichen Beschwerden bemerkbar machen, etwa Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Haarausfall, Wachstums- und Fruchtbarkeitsstörungen.

Unterversorgung mit Zink: Die Haut beginnt zu rebellieren

Ein Zinkmangel macht sich besonders auch über die Haut bemerkbar. Sie neigt dann zu einer verminderten bzw. schlechteren Wundheilung, häufig treten auch Akne, eingerissene Mundwinkel, Herpes oder starke Trockenheit auf. Näheres dazu in den folgenden Absätzen.

Akne

Meist in der Pubertät, aber auch danach kann Akne auftreten. Die Ursachen können in einer vermehrten Testosteronproduktion bzw. die Verbindung des Sexualhormons mit dem Enzym 5-alpha-Reduktrase liegen. Diese bezeichnen Fachleute als 5-alpha-Dihydrotestosterin. Wenn Deine Talgdrüsen nun sensibel sind und überempfindlich darauf reagieren, kommt es zu einer verstärkten Produktion von Talg. Die Talgdrüsen erweitern sich, Verhornungen verhindern eine Entleerung. Die Folge: Die Drüsen verstopfen, es kommt zu Unreinheiten und kleinen Entzündungen. Bakterien, die über die Haut in die ohnehin schon angegriffenen Bereiche eindringen, verschlimmern den Zustand. Das typische Akne-Hautbild entsteht.

Zink hat vor allem in den letzten Jahren in der Behandlung von Akne an Bedeutung gewonnen, denn es reguliert den Fettsäurehaushalt der Haut. Ist es in ausreichender Menge in Deinem Körper vorhanden, bremst es das Enzym 5-alpha-Reduktase. Die nachfolgenden hautschädigenden Prozesse werden dadurch eingedämmt. Zusätzlich hat Zink einen desinfizierenden Effekt und kann bestimmte Bakterien vernichten.

Wissenschaftler haben in verschiedenen Studien nachgewiesen, dass der Organismus von Akne-Patienten meist zu wenig Zink aufweist. So lautet der Behandlungsansatz, den Mangel auszugleichen, indem z. B. Tabletten gegeben werden und die Ernährung umgestellt wird. Weiterhin helfen Zinksalben sehr gut. Sie trocknen die Entzündungsherde aus, reduzieren den Fettanteil der Haut und regulieren die Talgproduktion.

Übrigens: Zusätzlich können natürliche Öle gegen Hautunreinheiten wie Pickel, Pusteln und Mitesser helfen. Teebaumöl ist hierbei sehr effektiv, denn es wirkt gegen Pilze und Bakterien und hat eine antiseptische Wirkung. Zu empfehlen ist auch Rizinusöl. Es lindert die unschönen Erscheinungen von Akne effektiv und ohne Nebenwirkungen. Pfefferminzöl verkleinert die Poren und bekämpft Entzündungen. Antimikrobielle Inhaltsstoffe in Kokosöl lindern Entzündungen der Haut und beugen neuen vor.

Mehr zum Thema natürliche Helfer gegen Akne & Co. erfährst Du in unserem Blog-Artikel
„Unreine Haut: Gewürze und natürliche Öle helfen gegen Pickel und Mitesser“

Trockene Haut

Sie stellt quasi das Gegenteil von Akne dar: trockene Haut. Schuppige, feuchtigkeitsarme Stellen in Gesicht und am Körper können vielerlei Ursachen haben. Wenn Du nicht genug trinkst (oder zu viel und regelmäßig im Fall von Alkohol), viel rauchst, unter Stress und Schlafmangel leidest und/oder Dich nicht ausgewogen ernährst, ist es möglich, dass Deine Haut mit Trockenheit reagiert. Natürlich gibt es auch noch viele weitere Faktoren, die zu diesem Hautbild führen.

Mehr dazu erfährst Du auch in unserem Blog-Beiträgen:
„Trockene Haut/Sebostase: Was hilft?“

„Hautausschlag und rote Flecken: Welche Ursachen gibt es?“

Ein möglicher Schuldiger kann auch Zinkmangel sein. Die Haut sieht dann ungesund aus, ist trocken, zeigt aber dennoch Unreinheiten. Zudem kommt, dass sie sich leicht verhornt, somit drohen Neurodermitis und Schuppenflechte. Auch Wundheilungsstörungen treten vermehr auf, wenn im Körper zu wenig Zink enthalten ist.

Eine Folge von stark ausgeprägten Zinkmangel kann die Hauterkrankung Acrodermatitisenteropathicasein. Sie betrifft überwiegen die Finger, Zehen und die Bereiche um die Körperöffnungen. Die Krankheit kann im Laufe des Lebens erworben werden (eben durch starken Zinkmangel) oder angeboren sein. In diesem Fall ist die Zink-Aufnahme im Körper gestört.

Die Therapie der trockenen Haut unterstützen natürliche Öle: Arganöl nährt die Haut, und versorgt sie intensiv mit Feuchtigkeit. Mit vielen essentiellen Fettsäure und Vitaminen pflegt Hagebuttenöl die trockene Haut. Mandelöl hilft gegen extrem trockene Stellen, da es reich an rückfettenden Substanzen und Vitaminen ist. Ein weiterer Tipp ist Jojobaöl: Es regeneriert die Haut und macht sie widerstandsfähig.

Eingerissene Mundwinkel

Ganz klar: Eingerissene Mundwinkel sehen nicht schön aus – und vor allem sind die unangenehm und schmerzhaft! Meist sind trockene, spröde Lippen dafür verantwortlich. Die sensible Haut ist verletzt und aufgesprungen. Infolgedessen können sich zusätzlich Entzündungen, Krusten und Rötungen entwickeln.

Ein möglicher Grund für ein häufiges Auftreten ist Zinkmangel. Denn: Damit Dein Immunsystem intakt bleibt, benötigt es genügend Zink. Ist Deine Abwehr angegriffen und geschwächt, können lästige, schmerzende Einrissen rund um den Mund entstehen.

Um sehr trockene Lippen dauerhaft weich und gesund zu pflegen, kannst Du Dir mit Arganöl, Jojobaöl, Mandelöl, Kokosöl und bestimmten anderen Zutaten Deine eigene hochwirksame Lippenpflege kreieren.

Rezepte findest Du in unserem Blog-Beitrag:
„Lippenpflege: Mit diesen Rezepten werden Deine Lippen zum Küssen schön“

Herpes

Wo wir gerade bei den Thema „Lippen“ sind: Auch Herpes, der sich durch Kribbeln an der Ober- und Unterlippe, Schmerzen und Bläschenbildung bemerkbar macht, kann durch einen Zinkmangel im Körper begünstigt werden.

Warum? Weil Herpes durch ein Virus ausgelöst wird. Ist Dein Immunsystem z. B. infolge eines Zinkmangels geschwächt, ist es möglich, dass Du bzw. Deine Lippen verstärkt unter Ausbrüchen des Virus leidest bzw. leiden.

Zink kann hier helfen, denn es fördert die Bildung von Antikörpern, wirkt antiviral, stärkt das Immunsystem und wird häufig von Fachärzten in der Therapie von Herpes empfohlen.

Auch Naturkosmetik hilft: Um Herpes zu lindern, kannst Du Teebaumöl mit einem Wattestäbchen auf die betroffenen Areale an den Lippen tupfen.

Stephanies Tipp:

Wenn das alles für Dich schlüssig klingt und Du denkst, Zinkmangel könnte hinter Deinen Haut- und Gesundheitsproblemen stecken, kannst Du im ersten Schritt einen kurzen Selbsttest machen, um Deine These zu überprüfen:

Das geht im Internet, z. B. hier: http://zinkmangel.behandeln.de/zink-test.html#/form

Dieser Test ersetzt aber keinen Arztbesuch. Vereinbare für eine genaue Diagnose bitte einen Termin bei Deinem Arzt. Er wird dann eine Blutuntersuchung durchführen und mit Dir alle weiteren Schritte besprechen.

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