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Hast Du dich schon mal gefragt, wie Rapunzel so lange Haare bekommen konnte – ohne dass sie durch Spliss geschädigt wurden? Na gut, wir wissen nicht, ob die Figur aus Grimms Märchen Probleme mit ihren Haaren hatte. Aber bei uns treten sie dafür umso öfter auf.

Der folgende Blog-Bericht erklärt Dir, was Spliss ist, wie er entsteht, welche Arten es gibt und was Du tun kannst, um der „Haarspalterei“ vorzubeugen.

Was ist Spliss und wie entsteht er?

Von gesunden, seidig glänzenden und voluminösen Haaren träumen nicht nur Frauen, sondern auch Männer – wenn sie an ihre Angebetete denken. Doch leider ist es gar nicht so einfach, diese Traummähne zu bekommen und zu erhalten.

Durch falsche Shampoos, Stylingprodukte, häufiges Färben, Föhnen und Hantieren mit Glätteisen oder Lockenstab, durch Chlor in Swimmingpools, UV-Strahlen und Salzwasser wird das Haar stark beansprucht.

Außerdem kann Reibung z. B. an der Kleidung das Haar stressen.

Bekommen Deine Haare jetzt noch zu wenig Feuchtigkeit und Pflege, kann es passieren, dass sich die Haarspitzen spalten. Sie wirken strohig und kaputt: Das nennt man Spliss.

Welche Arten von Spliss gibt es?

Du wirst gleich sehen: Spliss ist nicht gleich Spliss. Es gibt viele verschiedene Arten, die Dir unterschiedliche Messages vermitteln.

Die Kerze

Hopfen und Malz sind hier noch nicht verloren, denn das Haar ist noch nicht gespalten – aber kurz davor. Ähneln die Haarenden der Form einer Kerze, dann ist die sog. äußere Kutikula des Haares beschädigt. Mit diesem Fachbegriff wird der durchsichtige Schutzmantel eines jeden Haares beschrieben, deren Aufbau dem von Fischschuppen oder Dachziegeln ähnelt.

Ist die Kutikula nicht mehr intakt, droht dem Haar Feuchtigkeitsverlust, eine mangelnde Geschmeidigkeit, deutlich weniger Elastizität und Glanz. Schreitet man jetzt nicht ein, kann Haarbruch die Folge sein.

Wir raten Dir, einen Termin beim Friseur auszumachen, um die geschädigten Spitzen abschneiden zu lassen. Dadurch entkommst Du der Gefahr, dass sich die Haare spalten und einen größeren Teil des Haares beschädigen. Bis Du Deinen Termin hast, solltest Du Deine Spitzen mit reichhaltigen natürlichen Ölen pflegen (mehr dazu später in diesem Artikel).

Der Ast

Wenn die sog. Kortex des Haares, die seinen Hauptbestandteil bildet und die Beschaffenheit hinsichtlich Struktur, Farbe, Elastizität und Dicke bestimmt, zwar noch zusammenhält, sich aber schon zu trennen beginnt, entsteht die typische Astgabel-Optik am Ende Deines Haares.

Der Ast ist die am häufigsten vorkommende Spliss-Art – aber Du hast dabei noch mal Glück gehabt, denn es handelt sich dabei um Spliss im Anfangsstadium. Dein Haar gibt Dir ein Warnsignal und ruft nach mehr Pflege und Feuchtigkeit. Der „Ast“ kann auch als Minispliss vorkommen, das bedeutet, dass die Gabelung zwar deutlich erkennbar, aber noch nicht so ausgeprägt ist. Mit sorgfältiger Pflege kannst Du den Spliss reparieren und die Enden versiegeln.

Die Gabel

Ist Dein Haarende mehrfach gespalten und sieht aus wie ein Dreizack oder eine Gabel, ist das eindeutig ein Indiz für eine stärkere Schädigung der Haarfaser.

Auch mit viel Pflege kannst Du hier nicht mehr viel retten – Du solltest Deine Spitzen beim Friseur schneiden lassen.

Achte in Zukunft darauf, Deinen Haaren immer wieder etwas Gutes zu tun, um einem erneuten Auftreten der „Gabel“ vorzubeugen.

 

Der Baum

Das Spliss-Wachstum ist bei einem Maximum angekommen, wenn nicht nur die Spitzen sich teilen, sondern auch die Kortex, also der Faserstamm der Haare.

Jetzt sind nicht nur die Enden in Mitleidenschaft gezogen worden, sondern auch die gesamte Haarfaser. Hier hilft auch eine intensive Pflege nicht mehr – die Haare müssen ein Stückchen ab.

Kann ich Spliss mit einfachen Mitteln vorbeugen?

Es gibt einiges, was Du tun kannst, um den erneuten Auftreten von Spliss vorzubeugen:

Regelmäßig schneiden

Spliss entsteht durch die eingangs genannten Faktoren, aber auch, wenn Du Deine Haare nicht regelmäßig schneiden lässt. Selbst, wenn Du Dir lange Haare wünschst und sie daher wachsen lassen willst, solltest Du die Spitzen spätestens alle vier Monate schneiden lassen – ansonsten hast Du zwar irgendwann langes Haar, dafür aber kaputtes. Und dann muss es erst recht ab.

Richtiger Kissenbezug

Du kannst Deinem Haar bereits im Schlaf unterstützen, auf Dauer schön und gesund zu bleiben – mit einem Kissenbezug aus Seide.

Die feine, glatte Seidenstruktur raut das Haar nicht zusätzlich durch Reibung auf.

Färben

Es ist allseits bekannt: Zu häufiges Färben kann die Haare schädigen.

Achte also darauf – wenn Du öfter etwas Farbe auf Dein Haupt bringen willst – die strapazierten Spitzen auszulassen und Deine Haare immer gut zu pflegen.

Beim Stylen aufpassen

Heiße Fönluft oder Stylen mit dem Glätteisen kann die Bildung von Spliss beschleunigen.

Nutze daher immer ein Hitzeschutz-Produkt und pflege Deine Haare ausreichend.

Die richtige Haarbürste

Wir können Dir zwei Arten von Bürsten empfehlen: die Bürste mit abgerundeten Naturfasern sowie den TangleTeezer.

Beide entwirren die Haare schonend, vorsichtig und reiben sie nicht auf.

Das A und O: Die intensive Pflege des Haares

Um Spliss vorzubeugen oder ihn zu reparieren, raten wir Dir, Deine Haare regelmäßig mit intensiven Nährstoffen und Feuchtigkeit zu versorgen. Dazu sind folgende natürlichen Öle bestens geeignet:

Arganöl

Arganöl wird aus der Frucht des marrokanischenArganbaums gewonnen. Es bietet wirkungsvolle Hilfe bei brüchigem, trockenem, spröden und strapazierten Haar. Es stärkt die Haarwurzeln und das Haar wächst gesünder, schneller und kräftiger.

Um Deine Haare präventiv zu pflegen, damit Spliss und Haarbruch gar nicht erst auftreten, kannst Du ein paar Tropfen Arganöl in Dein Shampoo mischen und Deine Haare wie gewohnt damit waschen.

Zwei bis dreimal die Woche kannst Du eine Intensivkur mit dem Öl machen. Feuchte dazu Deine Haare leicht an, gib das Arganöl in Deine Hände und arbeite es sanft in Dein gesamtes Haar und besonders in die Spitzen ein. Massiere Deine Kopfhaut damit. Wickle nun Frischhaltefolie um Deinen Kopf oder setze eine Duschhaube auf. Lasse das Öl 30 bis 60 Minuten oder über Nacht einwirken und wasche es mit einem milden Shampoo aus.

Rizinusöl

Auch Rizinusöl, das aus den Samen in den Kapselfrüchten des Rizinusstrauchs gewonnen wird, ist eine wahre Wohltat für die Haare. Es kräftigt und nährt sie intensiv. Auf diese Weise werden Haarbruch und Spliss reduziert.

Die präventive Anwendung erfolgt wie beim Arganöl: Mische Deinem Shampoo ein paar Tropfen Rizinusöl bei, um es anzureichern.

Als Intensivpflege und Kur kannst Du es zwei- bis dreimal pro Woche in Deine gesamten Haare und vor allem die Spitzen einmassieren, dann alles wie gehabt: 30 bis 60 Minuten oder über Nacht unter Frischhaltefolie oder einer Duschhaube einwirken lassen, danach mit einem milden Shampoo auswaschen.

Mandelöl und Kokosöl

Ein perfektes Pflegeduo stellen Mandelöl und Kokosöl dar.

Mandelöl verleiht trockenem, stark strapaziertem Haar Glanz und Festigkeit, Kokosöl dringt tief in das Haar ein und versorgt es dort mit Nähr- und Pflegestoffen. Es macht das Haar stärker und erhöht seine Sprungkraft, ummantelt und glättet das Haar. So wird Haarbruch vorgebeugt.

Für eine intensiv pflegende Haarkur mischt Du zwei Esslöffel Kokosöl mit einem Esslöffel Mandelöl, verteilst alles in den Haaren, umwickelst Deinen Kopf mit Frischhaltefolie (Alternative: Duschhaube) und lässt die Ölkur über Nacht einwirken. Am nächsten Morgen wäschst Du die Reste gründlich aus.

Jojobaöl

Bereits die Papago-Indianer schworen der Überlieferung nach auf den Einsatz von Jojobaöl für die Haare. Die Anwendung ist einfach und funktioniert genau wie beim Argan- und Rizinusöl.

Durch das nährende Jojobaöl werden die Haare effektiv gestärkt und repariert.

Weitere interessante Blog-Artikel zum Thema Haarpflege findest Du hier:
Haarausfall: Welche Gründe gibt es und was kann man dagegen tun?
Hair FAQ: Häufige Fragen zur Haarpflege
Kaffee und natürliche Öle: Pflegebooster für Haut und Haare
Löwenmähne: Diese natürlichen Öle kurbeln Dein Haarwachstum an

Stephanies Tipp:

Eine natürliche Haarkur gegen Spliss kannst Du aus zwei Esslöffeln Deines Lieblingsöls, einem Ei und einem Teelöfel Honig herstellen.

Erhitze dazu den Honig auf ca. 40 Grad über einem Wasserbad bis er sich verflüssigt hat. Nimm ihn danach von der Wärme, rühre das Öl unter und füge dann das Ei hinzu.

Verteile diese Haarkur von oben nach unten auf den gesamten Haarlängen und besonders gut in den Spitzen. Setze eine Duschhaube auf oder nutze Frischhaltefolie. Lasse die Kur 30 Minuten einwirken und wasche sie danach mit einem milden Shampoo aus.

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