1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Bewertungen: 59, Durchschnitt: 4,90 von 5)
Loading...

Traurig, aber wahr: Auch hierzulande erkranken immer mehr Menschen an Hautkrebs. Statistisch gesehen ist jede dritte Krebsdiagnose ein Fall ein von Hautkrebs – und es gibt 200.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Aber Du brauchst jetzt keine Panik schieben: Nicht jede Hautkrebserkrankung ist aggressiv und auf die gleiche Art und Weise gefährlich. Und es sind auch nur 1 Prozent der Todesfälle durch Krebs auf Hautkrebs zurückzuführen. Dennoch ist es wichtig, sich dem Thema Hautkrebsvorsorge zu stellen. Mit diesem Artikel möchten wir Dich auf das Thema sensibilisieren und Dir Tipps geben, mit welchen Maßnahmen Du bösartigen Hautveränderungen vorbeugen kannst.

Was ist Hautkrebs?

Hautkrebs ist ein Überbegriff für sämtliche bösartigen Veränderungen der Haut. Generell können diese in den schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) und den hellen/weißen Hautkrebs unterteilt werden.

 

Schwarzer Hautkrebs

Hierbei handelt es sich um die gefährlichste Variante. Und er ist tückisch, denn der schwarze Hautkrebs kann „einfach so“ spontan und neu entstehen. In der Regel entwickelt er sich aber aus einem bestehenden Leberfleck oder Muttermal. Das sogenannte maligne Melanom kann in allen Hautbereichen auftreten – sogar an eher versteckten Zonen: unter den Haaren auf dem Kopf, unter den Finger- oder Fußnägeln oder auf den Fußsohlen. Selbst der Genitalbereich kann betroffen sein. Ärzte und Wissenschaftler haben festgestellt, dass sich der schwarze Hautkrebs bei Männern eher am Rumpf entwickelt, bei Frauen hingehen eher an den Armen oder Beinen.

Der Tumor kann – sollte er nicht früh genug entdeckt und entfernt werden – in tiefere Hautschichten vordringen und sich von dort Zugang zu Blut- und Lymphgefäßen und damit auch zu anderen Organen verschaffen. Ist dies der Fall, kommt es meist zu einer Bildung von Tochtergeschwüren, den sog. Metastasen.

 

Weißer Hautkrebs

Deutlich weniger aggressiv ist der weiße Hautkrebs. Denn anders als sein „schwarzer“ Kollege neigt er weniger stark dazu, Metastasen zu bilden und sich damit in andere Organe auszubreiten. Es gibt viele Formen des weißen Hautkrebses: das Basazellkarzinom, das Plattenepithelkarzinom oder seltenere Formen wie das Angiosarkom, das Dermatofibrosarkoma protuberans, das maligne fibröse Histiozytom, das Liposarkom sowie das Karposisarkom.

Doch Achtung: Auch, wenn dieser Krebs weniger aggressiv ist und die meist weniger „schlimme“ Art von Hautkrebs darstellt, muss er auf jeden Fall fachmännisch behandelt werden.

Tipps, wie Du Hautkrebs vorbeugen kannst

Tipp 1: Meide übermäßige Sonnenstrahlung und zu häufige Sonnenbäder!

Eine der häufigsten Ursachen für die Entstehung von Hautkrebs ist die UV-Strahlung der Sonne (oder auch des Solariums). Um Deine Haut vor zu viel Strahlung zu schützen, solltest Du zum einen starke Sonneneinstrahlung auf der Haut vermeiden und unbedingt einen auf Deinen Hauttyp abgestimmten Sonnenschutz verwenden. Wichtig ist ebenfalls, Sonnenbrand bzw. häufige Sonnenbrände zu vermeiden.

Einfach durchführbar ist auch diese Regel: Gehe nicht mittags und die Sonne und halte Dich lieber im Schatten auf. Daher ist es auch besser, Sport und Aktivitäten auf morgens oder abends zu legen, denn zu diesem Zeitpunkt ist die UV-Strahlung nicht mehr so heftig.

Übrigens: Viele Öle haben einen natürlichen Lichtschutzfaktor!
Kokosöl blockt etwa 20 Prozent der UV-Strahlung. Mandelöl hat einen LSDF von 5. Arganöl und Aloe Vera Gel pflegen und schützen sonnenstrapazierte Haut.

 

Tipp 2: Beobachte Deinen Körper aufmerksam und mache den Selbsttest mit der ABCDE-Regel!

Es ist wichtig, dass Du Deinen eigenen Körper gut kennst. Setze Dir am besten einen fixen Termin im Monat, den Du der DIY-Krebsvorsorge widmest. Parallel zum Abtasten der Brust oder bei Männern der Hoden, solltest Du Deine Haut ebenfalls auf Mutationen untersuchen. Achte auf Veränderungen, die plötzlich auftreten oder sich schleichend entwickeln und nehme Deinen Körper genau unter die Lupe. Achte besonders auf Dein Gesicht, Deinen Hals, die Ohren sowie den Haaransatz an Stirn und Nacken. Weiterhin solltest Du dem Gesäß, der Lendengegend, dem Genitalbereich, Deinen Beinen, Füßen und Zehenzwischenräumen Aufmerksamkeit schenken. Hilfreich ist es, eine zweite Person zu bitten, Deinen Rücken zu untersuchen. Besonders gut hinschauen solltest Du, wenn Du viele Muttermale oder Leberflecken hast.

Ob sich diese zum evtl. Negativen verändern, kannst Du mit der ABCDE-Regel erkennen.

Und die geht so:

A: Asymmetrie
Schaue Dir die Hautveränderung genau an: Hat sie eine gleichmäßige runde Form? Ist sie ungleichmäßig? Sollten die Ränder asymmetrisch sein bzw. werden, solltest Du auf jeden Fall Deinen Hautarzt darauf schauen lassen.

B: Begrenzung
Muttermale, Leberflecken und andere meist harmlose Pigmentveränderungen sind normalerweise scharf begrenzt und glatt. Ärztlich abgeklärt werden sollte es, wenn Dir die Ränder verwaschen, uneben, ausgezackt oder rau vorkommen.

C: Colour
Ein wichtiges Indiz für die Gesundheit oder Nicht-Gesundheit der Veränderungen auf der Haut ist ihre Farbe. Schwankt sie zwischen hell und dunkel, sind rosa, graue und/oder schwarze Punkte zu erkennen, ist ebenfalls ein Termin beim Arzt notwendig.

D: Durchmesser
Eine bösartige Entwicklung deutet sich auch an, wenn der Durchmesser der zu beobachtenden Hautveränderung mehr als 0,2 bis 0,6 cm beträgt. Auch bei einer halbkugeligen Form ist unbedingt ärztlicher Rat angebracht.

E: Erhabenheit
Wenn ein Fleck auf der Haut deutlich spürbar und nach oben erhaben ist, kann dies ebenfalls ein Hinweis auf Hautkrebs sein. In diesem Fall solltest Du ihn ebenfalls von Deinem Hautarzt untersuchen lassen.

 

Tipp 3: Beachte persönliche Risikofaktoren!

Den eben genannten Check auf Hautveränderungen solltest Du ganz besonders aufmerksam durchführen, wenn Du einer Risikogruppe angehörst. Das ist der Fall, wenn Du z. B. in Deinem bisherigen Leben viel und häufig Sonnenstrahlung ausgesetzt warst und mehrfach Sonnenbrände hattest. Bleibe weiterhin wachsam, wenn Du einem hellen Hauttyp angehörst und/oder Deine Haut viele Leberflecken oder Muttermale aufweist. Solltest Du Verwandte ersten Grades haben, bei denen Hautkrebs festgestellt wurde, solltest Du ebenfalls aufpassen, denn auch die Erbanlagen können eine Rolle dabei spielen, Hautkrebs zu bekommen.

Tipp 4: Gehe regelmäßig zur professionellen Vorsorgeuntersuchung beim Hautarzt!

Ab einem Alter von 35 Jahren haben gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre Anspruch auf ein kostenfreies Hautkrebsscreening. Solltest Du aber zur Risikogruppe gehören, ist es besser, wenn Du die Untersuchung jährlich und schon in deutlich früheren Jahren durchführen lässt.
In manchen Fällen übernimmt auch hier die Krankenkasse die Kosten oder bezuschusst die Hautkrebsvorsorge.

Stephanies Tipp:

Heute mal ganz streng: Dieser Artikel dient natürlich nur zu Informationszwecken! Wir können Dir nur allgemeingültige Tipps geben, welche großen Faktoren Du meiden kannst, wenn es um die Entstehung von Hautkrebs geht. Am wichtigsten ist es, Deinen Körper gut zu beobachten und lieber mal einen Gang zu viel zum Arzt zu wagen als einen zu wenig.

WAS SAGST DU DAZU?

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

WAS SAGST DU DAZU?

Beitragskommentare