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311 Millionen Tonnen Kunststoffe werden jährlich weltweit produziert und auf den Markt gebracht. Stelle Dir das mal bildlich vor: ein Erwachsener wiegt im Schnitt ca. 70 kg, ein Löwe 250 kg, ein Pferd 500 kg und eine Kuh 750 kg. Das Ganze lässt sich noch steigern! 1.000 kg wiegt ein kleineres Auto, 6 Tonnen ein Elefant und 20 Tonnen ein voller Schulbus. Der Eiffelturm in Paris kommt auf stolze 10.000 Tonnen. Überlege nun mal, wie viele Eifeltürme in die Summe des anfallenden Plastikmülls passen…  Wenn die Menschheit nicht aufpasst und beginnt, umzudenken, wird sich die Erde in eine Müllkippe verwandeln. Wie jeder einzelne Plastikmüll vermeiden kann, erklären wir in diesem Beitrag. Denn gemeinsam sind wir stark und können etwas bewirken!

Fragwürdiges Wundermittel Plastik

Plastik galt seit den 1950ern als wahres Wundermittel. Waren konnten damit geschützt und frisch gehalten werden. Plastik wiegt wenig – und wenn es mal herunterfällt, ist es auch kein Problem. Das Material ist stabil und bleibt heil. Auf den ersten Blick bietet Plastik also überwiegend Vorteile.

Doch in Wahrheit stellt es eines der größten Probleme unserer Zeit dar. Plastik verrottet nicht (oder nur seeeeehr langsam) und verwandelt unsere Natur und Umwelt in ein vermülltes Plastikchaos.

Knapp ein Drittel der Produkte, die jährlich aus den eingangs erwähnten 311.000.000 Tonnen produzierten Plastik entstehen, wird von uns meist gar nicht aktiv wahrgenommen. Becher, Tüten, Plastikbesteck und -schalen nutzen wir oft nicht mal eine halbe Stunde, danach werfen wir sie einfach weg. Es stellt sich die Frage, ob wir all diese Produkte wirklich in den hohen Auflagen benötigen – oder ob wir nicht einfach Alternativen nutzen können. In vielen Fällen ist Plastik nämlich überflüssig.

Wie lässt sich Plastikmüll verringern?

Der erste wichtige Schritt dazu besteht darin, Mehrweglösungen zu suchen. Für den Einzelnen bedeutet das, Körbe und Stoffbeutel anstatt Tüten zu verwenden, Glasflaschen anstelle von Plastikflaschen zu kaufen (oder Leitungswasser mit Hilfe eines Wassersprudlers zu veredeln) und auf verpackungsfreie Supermärkte zu setzen. Hier füllt jeder Kunde die benötigte Menge in eigens mitgebrachte Behälter ab. In einigen Städten gibt es dieses Konzept bereits und es ist anzunehmen und wünschenswert, dass es sich zumindest zum Teil durchsetzen wird.

Es würde ja auch schon ausreichen, wenn die großen Supermarktketten es zuließen, Produkte in Mehrwegverpackungen abzufüllen – oder die dünnen Obst- und Gemüsebeutel durch Papiertüten ersetzt werden würden. Am besten ist es, Nahrungsmittel auf dem Wochenmarkt zu kaufen (und dabei noch die regionalen Händler zu unterstützen).

Achtung: Plastikverpackungen von Kosmetika und Mikroplastik als Inhaltsstoff

Auch unsere Badezimmer sind vor der Plastikflut nicht sicher. Kosmetikartikel sind meist in Plastikgefäßen verpackt – und die Liste der Produkte ist lang, die Mikroplastik (z.B. nicht mal fünf Millimeter große Kunststoffstückchen aus Silikon, Nylon oder Teflon) enthalten. Ihre Aufgabe bestehen u.a. darin, Wirkstoffe leichter und schneller in die Haut zu schleusen und auf diese Weise die Wirkung zu verstärken. So versprechen viele Cremes einen noch geschmeidigeren Teint oder Sonnencremes noch mehr Schutz.

Die Mini-Plastikpartikel sind aber ein enorm großes Problem. In Kläranlagen können sie aufgrund ihrer Winzigkeit nicht mehr aus dem Wasser gefiltert werden. So gelangen sie in die Weltmeere und können dort großen Schaden anrichten.

Mehr darüber erfährst Du auch in unserem Artikel: „Vorsicht vor Mikroplastik in der Kosmetik“.

Der BUND hat einen Einkaufsratgeber zum Thema Mikroplastik herausgebracht, in dem Kosmetika aufgelistet sind, die man meiden sollte. Die neue Handy-App „ToxFox: Der Produktcheck“ hat die Funktion, unmittelbar angezeigt zu bekommen, ob das gewünschte Kosmetikprodukt Mikroplastik enthält.

Boykottieren die Verbraucher nun bestimmte Waren von Herstellern, so könnte der Impuls gesetzt werden, umzuplanen und auf die gefährlichen Partikel in der Rezeptur und Produktion zu verzichten.

Eine tolle Alternative stellen übrigens Naturprodukte dar: Als Naturkosmetikmarke mit allerhöchsten Werten verzichten wir von Satin Naturel in unseren Produkten aktiv auf Inhaltsstoffe, die für Dich oder die Umwelt schädlich sein können. Bei uns gibt es kein Mikroplastik! Unsere Verpackungen sind ebenfalls umweltfreundlich. Öle, Gels und Seren werden in hochwertige Glasflaschen abgefüllt, die wiederum in recyclebaren Kartons geliefert werden.

Auch interessant in diesem Zusammenhang: Unser Artikel „Weg damit! Dinge, die Du aus Deinem Bad verbannen solltest“.

Plastikmüll im Meer

Von den genannten 311 Millionen Tonnen Plastik werden aktuell nur etwa 20 Prozent recycelt oder verbrannt. Und der Rest? Der bleibt in der Umwelt. Besonders leiden die Ozeane unter diesen Müllmengen. Erschreckende 150 Millionen Tonnen Plastik sind bisher in die Weltmeere gelangt.

Besonders beunruhigend ist, dass die Kunststoffe extrem lange Zeit brauchen, um sich zu zersetzen (wenn überhaupt!). Aktuell geht man davon aus, dass eine Plastiktüte zehn bis 20 Jahre und eine PET-Flasche bis zu 450 Jahren benötigen kann, um sich abzubauen.

Durch das Salzwasser, den Seegang und das Sonnenlicht zerteilen sich die Plastikteile im Laufe der Zeit in Mikroplastik, die von Strömungen auch in die tiefsten Tiefen der Meere gelangen können. Sie landen in der Nahrungskette der Meerestiere – und somit auch in unserer.

Plastikfasern aus Textilien (Elastan, Polyacryl, Polyester, Viskose) wurden bereits bis in die Antarktis getragen und dort bei wissenschaftlichen Proben entdeckt. Eine Alternative für Pullis & Co. mit Kunststoffen: Kleidung aus biozertifizierten Naturtextilien wie Organic Cotton.

 

Wichtige Tipps für den Alltag: So kannst Du Plastikmüll vermeiden

  • Setze auf Mehrweg anstatt auf Einweg!
    Kaufe Wasser, Milch und Joghurt aus Glasflaschen bzw. -bechern. Nimm zum Einkaufen stets einen Korb oder Jutebeutel mit.
  • Vermeide Verpackungen beim Einkaufen!
    Das geht, wenn Du Wurst und Käse an der Frischetheke in mitgebrachte eigene Dosen legen lässt oder auf Lebensmittel verzichtest, die mehrfach in Folien und Karton verpackt sind.
  • Wasche Kleidung aus Kunstfasern nur sanft!
    Wenn Du beim Waschen niedrigere Temperaturen wählst und nur wenig schleuderst, verhinderst Du, dass sich zu viele kleine Kunstfasern aus der Kleidung lösen und ins Wasser gelangen. Wasche Fleecestoffe nicht zusammen mit harten Textilien wie Jeans. Achte beim Shopping vermehrt auf Kleidung aus zertifizierter Biobaumwolle.
  • Nutze keine Kosmetik, die Mikroplastik enthält!
    Produkte mit den Abkürzungen PE, PP, PET, Nylon-12, Nylon-6, PUR, AC, ACS, PA, PMMA oder PS enthalten Mikroplastik. Auf der sicheren Seite bist Du mit unserer Naturkosmetik.
  • Immer kritisch sein und die Augen offen halten!
    Kunststoffbesteck und Coffee-to-go-Becher sind doch eigentlich überflüssig! Oft kannst Du Plastikmüll vermeiden, indem Du z.B. Deinen eigenen Becher mitbringst. Oder setze Dich einfach mal hin und genieße Deinen Kaffee vor Ort.

Stephanies Tipp:

Wissenschaftler warnen: Wenn wir alle so weitermachen, könnten bis zum Jahr 2050 die Plastikabfälle mehr wiegen als alle Fischschwärme zusammen.

Das darf nicht sein! Ein weiterer einfach durchführbarer Tipp, um Plastik im Alltag zu vermeiden: Verwende ein Seifenstück statt Flüssigseife aus dem Einweg-Plastikspender. Feste Seife mit natürlichen und biologischen Inhaltsstoffen kannst Du überall kaufen. Stückseife hat noch einen Vorteil: Sie ist besser für die Haut! Während Flüssigseife oft Inhaltsstoffe hat, die die Haut austrocknen lassen, pflegen Seifenstücke sie viel besser.

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