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Ob Frau oder Mann – volles, kräftiges Haar wollen wir alle gerne haben, denn es ist nicht nur Ausdruck unseres Looks und damit auch unseres Charakters, sondern auch ein unglaublicher Attraktivitätsfaktor. Eine tolle Löwenmähne steht für Gesundheit und sogar für Sexualität.

Wenn immer mehr Haare in der Bürste oder auf dem Boden im Badezimmer zu finden sind, kann das schon beunruhigend sein. Unser neuer Blog-Artikel erklärt Dir, woher Haarausfall kommen kann und was Du dagegen tun kannst.

Das Haar: Wachstum und Lebenszyklus

Zuerst ein bisschen Theorie: Dein Kopf ist in der Regel von etwa 100.000 bis 150.000 Haaren bedeckt. Jedes entwickelt sich unabhängig von seinem Nachbarhaar nach seinem ganz eigenen Zyklus. Und dieser verläuft in drei Phasen:
Nummer 1 nennt sich Anagenphase, die etwa 3 bis 7 Jahre andauert. Während dieser Zeit wird das Haar von seiner Wurzel ernährt und wächst munter vor sich hin. Dann folgt Nummer 2: die Katagenphase. Jetzt beginnen die Haare zu ruhen und werden nicht mehr mit Nährstoffen versorgt. Langsam verhornt die Haarwurzel und bereitet Phase Nummer 3 vor. In der sogenannten Telogenphase fällt das Haar aus. Im Normalfall beginnt darauf in der Wurzel wieder ein neues Haar zu wachsen.

Dieser ganze Zyklus wiederholt sich im Laufe des Lebens bis zu 12 Mal.

Wie viel Haarausfall ist normal?

Durch diesen Zyklus von Wachsen und Ausfallen bedingt, verlierst Du täglich zwischen 20 und 200 Haaren. Dabei ist auch ganz normal, dass Du an manchen Tagen mehr ausgefallene Haare auf dem Boden oder in der Haarbürste entdeckst als sonst. Das ist z. B. der Fall, wenn Du Deine Haare alle drei Tage wäschst – danach findest Du dreimal so viel ausgefallene Haare als bei der täglichen Wäsche.

Verlierst Du dauerhaft und regelmäßig rund um die 100 Haare am Tag, könnte eine Form von Haarausfall dahinter stecken. Welche Gründe es dafür geben kann, erklären wir Dir jetzt.

Krankheiten und Einflüsse können die Haare ausfallen lassen

Störungen im Körper oder Erkrankungen können Wachstum und Lebenszyklus der Haare negativ beeinflussen und dazu führen, dass sie verfrüht ausfallen. Eine Übersicht über mögliche Gründe bekommst Du hier:

Erblich bedingter Haarausfall

Vor allem Männer sind von erblich bedingten Haarausfall betroffen, der ihnen Geheimratsecken oder eine Glatze beschert. Doch wie kommt es dazu? In 95 % der auftretenden Fälle ist die Haarwurzel überempfindlich gegen das männliche Geschlechtshormon Testosteron – genauer gesagt gegen die Enzyme, die der Körper daraus bildet. Die Haare wachsen mit der Zeit immer dünner nach. Die Haarwurzeln schrumpfen oder können sogar verkümmern.

Auch hier hat die Medizin viele Mittel auf den Markt gebracht, die helfen sollen. Vorsicht allerdings bei dem Wirkstoff Finasterid – er kann üble Nebenwirkungen von Depressionen, Impotenz, Hodenschmerzen bis hin zu einer Brustdrüsenbildung beim Mann (Gynäkomastie) haben.

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)

Die Alopecia ist eine Erkrankung, bei der der Haarausfall das Hauptsymptom darstellt. Eigene Immunzellen sind hierbei fehlgeleitet und greifen die Haarfollikel völlig grundlos an. Die Folge: Sie entzünden sich, die Haare fallen aus. Aus diesem Grund bilden sich typische kreisrunde kahle Stellen auf dem Kopf, die zwischen dem ganz normal wachsenden Haupthaar entstehen. Mit Medikamenten kann den Patienten geholfen werden: Viele unter ihnen sprechen gut auf eine Therapie zur Beruhigung des Immunsystems an – die Haare können damit wieder in Ruhe wachsen.

Medikamente

Es ist leider so: Viele Tabletten oder Tropfen helfen gegen bestimmte Beschwerden im Körper und lösen dafür an einer anderen Stelle neue aus. Medikamente sind häufiger für den Haarausfall verantwortlich, als Du vielleicht vermuten wirst. Spezielle Wirkstoffe können mit der Blutversorgung in die Haarwurzel gelangen und Prozesse in Gang setzen, die das Haarwachstum – vor allem in der sensiblen Wachstumsphase – einschränken. Zu diesen Medikamenten gehören Blutgerinnungshemmer, Blutdruck- und Cholesterinsenker, bestimmte Antibiotika, Rheumamittel, Schilddrüsenmedikamente oder auch Chemotherapeutika zur Behandlung von Krebs.

Störungen der Schilddrüse

Wo wir gerade von der Schilddrüse gesprochen haben… auch sie kann mit dem Haarausfall in Verbindung stehen. Hormonelle Schwankungen, die von einer Störung des Organs herrühren, sowie eine Unter- oder Überfunktion können ebenfalls Haarausfall verursachen: Die Haare werden dabei brüchig, dünner und fallen schneller aus.

Stress

Das ständige unter Druck und Strom Stehen ist ein häufig vernachlässigter Auslöser für bestimmte Beschwerden im Körper. Haarausfall kann auch durch Stresshormone bedingt sein, durch die sich die Haarwurzeln entzünden. Das bedeutet, dass die Haare ihre Wachstumsphase deutlich früher beenden – und dadurch auch eher ausfallen.

Nährstoffmangel

Fehlt es Deinem Körper an bestimmten Nährstoffen oder Vitaminen, ist es möglich, dass Deine Haare vermehrt ausfallen. Dies kommt häufig vor bei radikalen oder eiweißarmen Diäten. Dein Körper benötigt für ein gesundes, starkes Haarwachstum Eisen, Eiweiß, Zink und spezielle Vitamine wie Biotin. Sollten Dir diese Stoffe über eine längere Zeit fehlen, ist es möglich, dass Dein Körper darauf reagiert und einen Hilfeschrei ausstößt. Häufige Symptome sind Unwohlsein, Müdigkeit, Infektanfälligkeit sowie eben Haarausfall.

Jahreszeiten

Ja, auch sie haben etwas mit den Haarwachstum zu tun! Im Frühjahr sind die Hormone aktiver – davon profitieren die Haare und wachsen gerne mal schneller als sonst. Im Herbst wird ihre Wachstumsgeschwindigkeit langsamer und sie können sogar stärker ausfallen. Der Grund dafür liegt in der UV-Strahlung, die Deinen Haaren im Sommer stark ausgesetzt sind. Der herbstliche Haarausfall kann eine Folge davon sein.

Natürliche Öle können gegen Haarausfall helfen

Sie können Nährstoffmangel ausgleichen und wertvolle pflegende und aktivierende Inhaltsstoffe in die Haarwurzeln schleusen: Natürliche Öle sind nicht nur für die Haut geeignet, sondern auch, um Deine Haare in ihrer Schönheit und Fülle zu unterstützen.

Ganz vorne dran ist hier das Arganöl. Massierst Du es regelmäßig in Deine Kopfhaut ein, sorgt es für eine verbesserte Durchblutung und damit zu einer verbesserten Nährstoffversorgung der Haarwurzeln. Die wertvollen Inhaltsstoffe des Öls ziehen ein, regen die in der Ruhephase befindlichen Haarwurzeln an und fördern so ein gesundes und üppiges Haarwachstum. Die Behandlung kann auch bei Östrogenmangel in der Menopause oder bei Alopezie helfen.

Was Arganöl noch alles leisten kann, verraten Dir folgende Blog-Beiträge:

„Arganöl: Exklusive Pflege für Haut, Haare, Nägel und Wimpern“

„Arganöl für die Haare: Erfahrungsberichte“

„5 Anwendungstipps für Arganöl“

Ein ausgezeichnetes Mittel gegen Haarausfall ist auch Pfefferminzöl. Es stimuliert die Haarfollikel, wenn es in die Kopfhaut einmassiert und/oder dem Shampoo hinzugefügt wird. Es festigt die Haarwurzeln und regt die Durchblutung der Kopfhaut an, was wiederum zu einem verbesserten Wachstum der Haare führt. Bei regelmäßiger Anwendung können sich die Haarfollikel vergrößern und die Haare wachsen dicker und stärker nach.

Willst Du wissen, wie Du Pfefferminzöl noch einsetzen kannst? Dann haben wir hier ein paar Infos für Dich:

„Pfefferminzöl: So vielfältig lässt es sich anwenden“

„5 Anwendungstipps für Pfefferminzöl“

Die Wirkstoffe des natürlichen Kokosöls können dazu beitragen, Haarausfall zu stoppen und neues Haar wachsen zu lassen. Es fördert die Durchblutung, wirkt antibakteriell sowie gegen Pilze und versorgt dabei die Haare mit einer ordentlichen Dosis an Nährstoffen. Regelmäßig angewendet, macht es die vorhandenen Haare dichter, dicker, glänzender und führt dazu, dass das Volumen durch neue Haare unterstützt wird.

Ein Geheimtipp ist auch Rizinusöl. Es pflegt nicht nur die Haare und verleiht ihnen einen seidigen Glanz, sondern es kräftigt sie auch. Indem es tief in die Kopfhaut eindringt und einen natürlichen Hautschutz aufbaut, unterstützt das Öl das Haarwachstum. Das Keratin der Haare wird geschmeidig, geschwächte Follikel werden zur Haarbildung angeregt. Die Haare werden kräftig, elastisch und weich.

Weitere Informationen zum Wundermittel Rizinusöl haben wir in folgenden Artikeln für Dich zusammengetragen:

„Rizinusöl: Nicht nur in der Medizin, auch in der Haarpflege grandios“

Stephanies Tipp:

Auch ätherische Öle (also hochkonzentrierte Extrakte aus den Blüten, Blättern, Rinden und Wurzeln diverser Pflanzen) haben sich bei Haarausfall bewährt. Dazu gehören: Birke, Cajeput, Kamille blau, Lavendelsalbei, Meerkiefer, Muskateller-Salbei, Salbei, Wacholderbeere, Wacholderholz und Zeder.

Als haarwuchsfördernd werden Bay (Westindischer Lorbeer), Birke, Kamille blau, Rosmarin, Wacholder und Ylang Ylang eingestuft.

Übrigens ist auch Kaffee ein guter Tipp, um das Haarwachstum anzuregen – lies‘ dazu gerne den Artikel: „Kaffee und natürliche Öle: Pflegebooster für Haut und Haare“

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