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Gesunder Mund – gesunder Körper?

by Satin Naturel |

Wir von Satin Naturel verstehen uns nicht nur als Botschafter für gesunde Haut, schöne Haare und starke Nägel durch hochqualitative Naturkosmetik, sondern möchten Dir auch immer mal wieder zeigen, was Du im Alltag für Deine Gesundheit tun kannst. Dass diese auch maßgeblich vom Zustand von Zähnen und Zahnfleisch beeinflusst werden kann, ist vielen Personen gar nicht bewusst.

In diesem Artikel zeigen wir Dir, welch wichtige Rolle das Zahnfleisch spielt, wie die chronische Zahnbettentzündung Parodontitis Deinen ganzen Körper negativ beeinflussen kann und wie Du Deine Zähne effektiv pflegen kannst.

 

Das Zahnfleisch: Wichtige Schutzfunktion für Deine Zähne und Deinen Körper

Geht es um Zahngesundheit bzw. Zahnprobleme, denkst Du bestimmt zuerst an  Zahnschmerzen, Karies, Löcher oder Zahnlücken. Aber weißt Du, was weitaus häufiger vorkommt? Zahnfleischentzündungen! Sie werden von den Patienten oft nicht ernst genug genommen oder sogar erst viel zu spät entdeckt. Dabei ist das Zahnfleisch ein unglaublich wichtiger Bestandteil des Zahnhalteapparats. Ist es nicht gesund, können unangenehme Folgen und Komplikationen drohen.

Als Teil des Zahnhalteapparats sorgt das Zahnfleisch zusammen mit den Zahnwurzeln dafür, dass Deine Zähne fest im Mund verankert sind, um sie bei ihren alltäglichen Tätigkeiten wie z. B. ihrer Kaufunktion zu unterstützen. Zusätzlich hat es die Aufgabe, eine Art Versiegelung zu bilden, die das Eindringen von Nahrungsbrei, Plaque, Bakterien und anderen Krankheitserregern sowie Fremdkörpern verhindern soll. Auf diese Weise bietet Dir Dein Zahnfleisch Schutz vor Infektionen und Verletzungen – für den Mundraum und den gesamten Körper.

 

Warnzeichen für Zahnfleischerkrankungen

Gesundes Zahnfleisch ist daran zu erkennen, dass es eng an Deinen Zahnhälsen anliegt. Es füllt die Zwischenräume der Zähnen komplett aus, hat eine blassrosa Farbe, umschließt die Zahnhälse fest und sicher. Außerdem blutet es nicht so einfach.

Untrügerische Anzeichen dafür, dass Dein Zahnfleisch nicht intakt ist und demnach seiner natürlichen Schutzfunktion nicht mehr vollkommen nachgehen kann, ist z. B. ein schwer oder überhaupt nicht zu bekämpfender Mundgeruch. Wenn das Zahnfleisch gerötet und geschwollen ist und es häufig beim Zähneputzen oder beim Essen blutet (Blut in der Zahnpasta beim Ausspülen, Blutspuren beim Biss in einem Apfel etc), liegt leider der Verdacht einer Zahnfleischentzündung nahe. Häufig verursachen kalte, heiße, saure oder süße Speisen dann auch Schmerzen am Zahnfleisch und an den Zahnhälsen.

Bränzlich wird es, wenn Dein Zahnfleisch deutlich sichtbar schwindet, sich von den Zähnen löst und es zum Austritt von Eiter kommt – denn dann ist die Entzündung bereits fortgeschritten. Wir raten Dir, nicht zu lange zu fackeln und diese Symptome ernst zu nehmen. Sollten sie länger als eine Woche anhalten, solltest Du unbedingt einen Termin bei Deinem Zahnarzt ausmachen.

 

Häufigste Diagnosen: Gingvitis und Parodontitis

Nicht nur Karies ist auf Bakterien zurückzuführen, die in Deiner Mundhöhle vorkommen. Erwiesenermaßen können manche dieser Keime – besonders bei nicht ausreichender oder falsch ausgeführter Mundhygiene – Plaque auf Deinen Zahnoberflächen bilden. Diese bakteriellen Beläge setzen Giftstoffe frei, in die das umlegende Zahnfleischgewebe eindringen können. Dein Immunsystem möchte sie beseitigen, indem es mit einer Entzündung reagiert.

Diagnostiziert Dein Zahnarzt eine Gingvitis, handelt es sich um eine „einfache“ bakterielle Zahnfleischentzündung. Hierbei hast Du sozusagen Glück im Unglück – die Erkrankung kann in Normalfall relativ schnell und einfach behandelt und in den Griff bekommen werden.

Das Tückische ist, dass diese Zahnfleischentzündung oft unbemerkt bleibt – wird sie nicht behandelt und damit chronisch, kann eine Parodontitis daraus hervorgehen. Hierbei handelt es sich nicht mehr um eine mehr oder minder harmlose Entzündung des Zahnfleischs, sondern bereits des gesamten Zahnbetts bzw. des Zahnhalteapparats (also der Stelle, an der Deine Zähne eingebettet sind). Im fortgeschrittenen Verlauf kann diese Entzündung bis zum Kieferknochen vorrücken und dort Fasern zerstören, die den Zahn normalerweise im Knochen fixieren. Tiefe, bakterienversiegelte Hohlräume entstehen, die als Zahnfleischtaschen bezeichnet werden. Deine Zähne sind in ihrem Halt bedroht – in schlimmen Fällen von Parodontitis droht der Verlust eines Zahns oder gleich mehrerer Zähne.

 

Achtung: Erhöhtes Risiko für andere, schwerwiegende Erkrankungen

Ganz klar - chronische Entzündungen können Deinen Körper belasten. Es ist also nicht verwunderlich, dass sie in der Forschung bereits seit langer Zeit als Hauptverdächtige für viele Krankheiten gelten. Zahlreiche Studien können einen Zusammenhang zwischen der Parodontitis und anderen Erkrankungen in Deinem Körper nachweisen.

 

- Parodontitis und Diabetes

    Die Zuckerkrankheit Diabetes kann durch diese Entzündung des Zahnhalteapparats negativ beeinflusst werden. Gelangen Bakterien aus den Entzündungsherden in Dein Blut, können sie dort die insulinvermittelte Glucoseaufnahme in die Skellettmuskeln beeinträchtigen. Aber was bedeutet das? – Es besteht die Möglichkeit, dass die Insulinresistenz bei Diabetes- und Parodontitis-Patienten weiter verschlechtert werden kann. Dadurch ist auch die Einstellung eines optimalen Blutzuckerspiegels erschwert. Es droht eine weitere Folge: Das Risiko für Folgeerkrankungen, die im Zuge der Diabetes auftreten können (z. B. Netzhaut- oder Nierenschäden) kann sich erhöhen.
    Auffällig ist, dass Diabetiker die Zahnfleischerkrankung häufiger als Gesunde bekommen. Weiterhin schreitet sie bei ihnen schneller fort, wenn sie nicht richtig behandelt wird.

    Übrigens kann Diabetes sich auch auf die Haut auswirken. Pilzerkrankungen, Infektionen, Pigmentstörungen, Juckreiz und Verletzungen am Fuß (diabetischer Fuß) sind nicht selten.

     

    - Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

      Aktuelle Untersuchungen deuten auf einen Zusammenhang von Parodontitis, Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Beschwerden hin. Sie stützen sich auf die These, dass Bakterien oder deren Giftstoffe aus der Mundhöhle in Blut gelangen, sich dort in den Gefäßwänden ablagern und Entzündungen auslösen können, die möglicherweise zu Kalkablagerungen führen.

      Diese können schwere körperliche Probleme zur Folge haben. Patienten, die unter chronischen Zahnfleischentzündungen leiden, haben statistisch gesehen ein 2,7-fach höheres Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden. Das Schlafanfall-Risiko ist sogar 2,8-fach erhöht, für eine Erkrankung der Herzkranzgefäße 1,7-fach.

       

      - Schwangerschaft: Frühgeburten und untergewichtige Babys

        Schwangere Frauen oder Frauen mit Kinderwunsch aufgepasst: Die Parodontitis kann auch hier böse Folgen haben. Die Gebärmutter von an Parodontitis erkrankten schwangeren Frauen produziert Entzündungsbotenstoffe als Reaktion auf die Zahn-Keime. Diese können vorzeitige Wehen auslösen: Schwangere, die an der Zahnfleischerkrankung leiden, erleiden im Vergleich zu zahngesunden Frauen 3 bis 7,5 mal so häufig eine Frühgeburt. Außerdem zeigte sich in Studien, dass Kinder häufig mit einem sehr niedrigen Geburtsgewicht auf die Welt kommen, wenn die Mutter an Parodontitis leidet.

         

        - Krebs

          Zuletzt noch eine Info zu einer ganz schlimmen Erkrankung: Menschen mit Parodontitis haben ein höheres Risiko Krebs im Kopf-Hals-Bereich zu entwickeln.

           

          Aber: Keine Panik!

          So dramatisch dies alles klingen mag – wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass viele Studien das gleichzeitige Auftreten von Parodontitis und anderen Gesundheitsproblemen feststellen konnten. Daher legen sie einen direkten Zusammenhang nahe. Jetzt kommt das „aber“: Es existiert derzeit keine Studie, die die Parodontitis als einzige (!) Ursache für bestimmte andere Erkrankungen definieren konnte. So ist die Parodontitis weder der alleinige Auslöser für Arteriosklerose noch an jeder Fehlgeburt schuld. Es bedeutet auch nicht, dass Frauen mit Parodontitis unbedingt Probleme während der Schwangerschaft bekommen. Dennoch sollte die Erkrankung ernstgenommen werden. Bitte zögere eine Behandlung nicht unnötig hinaus.

           

          Dinge, die Du tun kannst, um Zähne und Zahnfleisch gesund zu halten


          - Hygiene

            Achte auf eine regelmäßige und gute Mund- und Zahnpflege zuhause: Putze Deine Zähne gründlich (mind. 2 Mal am Tag), nutze Zahnseide oder Einbüschelzahnbürsten

            Ein Tutorial dazu findest Du hier:
            https://www.youtube.com/watch?v=Mx1D0_bqV8w

             

            - Zusatzbemerkung: Vorsicht vor potentiell schädlichen Stoffen in der Zahnpasta!

              Fluoride können den Stoffwechsel verlangsamen und das Immunsystem schwächen.

              Triclosan, ein chemisches Desinfektions- und Konservierungsmittel, tötet nicht nur schlechte, sondern auch Bakterien ab und kann die gesamte Mundflora schädigen. Die Anwendung von Zahnpasten mit Natriumlaurylsulfat (SLS), einem Tensid, kann zur Bildung von kleinen schmerzenden Mundgeschwüren (Aphthen) beitragen. Darüber hinaus trocknet es die schützende Schleimhaut aus. Mikropartikelchen und Schleifmittel (Abrasiva) können Schmelzschäden am Zahn verursachen. Billige Parabene, also künstliche Konservierungsstoffe, können in den Hormonhaushalt eingreifen Allergien verursachen und sogar Krebs auslösen. PEGs (Polyethylenglykole) machen Haut und Schleimhaut durchlässiger.

               

              - Zahngesunde Ernährung

                Setze auf Vollwertkost wie rohes Gemüse oder Vollkornbrot! Sie enthalten keine einfachen Zucker, die für Kariesbakterien leicht verwertbar sind – daher fördern sie die Karies nicht. Das Kauen einer rohen Karotte ist zudem ein gutes Training für die Kiefermuskulatur. Darüber hinaus regt es die Speichelproduktion an. Deine Zahnzwischenräume werden gereinigt, das Zahnfleisch massiert und gestärkt.


                Super sind Erdnüsse, Mandeln, Cashewkerne und Walnüsse, denn sie enthalten Kalzium, Vitamine, Eisen, Magnesium und Zink. Diese Inhaltsstoffe wirken sich positiv auf Zähne und Zahnfleisch aus – darüber hinaus sind sie wertvoll für Deine Schönheit! Mehr dazu erfährst Du hier (https://satinnaturel.com/blogs/news/vitamine-fuer-die-haut/ ).

                Eine zahngesunde Ernährung unterstützen auch grüner und schwarzer Tee. Die beiden Sorten enthalten Polyphenole, die die Produktion kariesverursachender Säuren eindämmt und somit auch das Risiko für Zahnfleischentzündungen senkt. Ein Manko: Tees können die Zähne verfärben. Hier helfen wiederum Erdbeeren: Sie enthalten ein Enzym, der wie ein natürlicher Reiniger funktioniert und den Mundraum zudem von aggressiven Bakterien befreit.



                Solltest Du Dich für eine Aufhellung Deiner Zähne interessieren, haben wir einen Interessanten Blog-Beitrag für Dich: „So bekommst Du ein strahlend weißes Lächeln“

                (https://satinnaturel.com/blogs/news/strahlend-weisses-laecheln/ )

                 

                 

                Stephanies Tipp

                In Deinem Mund herrschen ganz eigene Regeln. Er ist sozusagen das Tor zum gesamten Körper. Ist er – vereinfacht ausgedrückt – voller möglicherweise krankmachender Bakterien, kann es sein, dass es auch dem gesamten Körper nicht sehr gut gehen wird.

                Speisereste und Millionen sich davon ernährender Mikroorganismen können einen weißlich-gelben Film auf Deinen Zähnen entstehen lassen, der sich gerne am Zahnfleischrand ablagert. Unterbrichst Du diesen Vorgang nicht rechtzeitig oder gründlich genug durch Deine Zahnpflege, mischen sich Mineralien aus dem Speichel hinzu. Zahnstein entsteht, den Du selbst auch mit intensivster Pflege daheim kaum entfernen kannst. Durch den Genuss von Kaffee, Tee, Cola, Rotwein oder Tabak können sich diese Ablagerungen auf dem Zahn bräunlich färben. Eine gründliche professionelle Zahnreinigung (PZR) entfernt diese Ablagerungen mit speziellen Instrumenten und senkt ihre Risiken und negativen Nebenwirkungen – das Ziel ist eine Intensivreinigung der gesamten Mundhöhle.

                Die Bundesärztekammer und die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde raten Dir dazu, die PZR ein- bis zweimal jährlich im Zuge der Prophylaxeuntersuchung beim Zahnarzt durchführen zu lassen.

                Aber Achtung: Die PZR unterstützt und ergänzt die tägliche Zahnreinigung, ersetzt sie aber nicht!

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