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Fingernägel: Was Dellen, Rillen und Flecken bedeuten

by Satin Naturel |

Schöne, starke Nägel liegen immer im Trend. Egal ob kurz, lang oder sehr lang, schlicht oder auffällig lackiert: Sie gehören zu schönen Händen dazu. Aber Deine Nägel sind nicht nur als „Accessoire“ gedacht, sondern sagen auch viel über Deine Gesundheit aus. Verformungen, Dellen, Rillen und Flecken resultieren oft aus Krankheiten und/oder Mangelerscheinungen.
Welche das sein können, verrät Dir der folgende Artikel.

 

Weiße Flecken auf den Nägeln: Harmlose Lufteinschlüsse

Findest Du weiße, unregelmäßige Flecken auf Deinen Nägeln, brauchst Du Dir keine Sorgen machen, denn sie sind harmloser Natur. Die Verfärbungen stellen die sichtbare Oberfläche von kleinen Hohlräumen dar, die zwischen der Nagelplatte und dem Nagelbett liegen. Oder einfacher gesagt: Es sind Lufteinschlüsse zwischen der Hornschicht und dem rosa Nagelbett, die nach oben hin als helle Flecken sichtbar werden.

Der Grund dafür liegt an äußeren Umständen: Der Nagel, der in der Nagelwurzel gebildet wird, ist unterhalb des Nagelhäutchens noch sehr weich. Er härtet erst aus, wenn er herauswächst. Wird der in diesem Stadium z. B. durch einen Stoß oder einen Manikürefehler beschädigt, kann sich die Nagelplatte punktuell vom rosafarbenen Nagelbett lösen.

Gegen die weißen Flecken musst Du nichts unternehmen außer Abwarten und Tee trinken ;-) Der kleine Makel wächst von ganz alleine wieder heraus.

 

Andere Verfärbungen der Nägel: Einfluss von Nagellack bis hin zu Nagelpilz

Die Art der Verfärbung kann Aufschluss über die Ursache geben:

Sehen Deine Nägel gelblich aus, kann häufiges Lackieren daran schuld sein. Es gibt Lacke, die derart intensive Farbpigmente in sich tragen, dass sie in die Nagelplatte eindringen und sie verfärben. Die gelbliche Farbe kann auch aus dem Kontakt mit bestimmten Putzmitteln resultieren. Weiterhin tritt die Verfärbung oft bei Leberleiden wie Gelbsucht auf.

Deine Nägel sehen hellbraun aus? Hier ist ein Arztbesuch angebracht, denn es kann ein Nagelpilz dahinter stecken, der behandelt werden sollte. Wird er das nicht, kann der Pilz den gesamten Nagel zerstören und sich auf weitere Nägel ausbreiten.

Bräunlich oder blau-schwarze Flecken, die nicht herauswachsen, solltest Du ebenfalls einem Arzt zeigen. Hierbei könnte es sich um ein harmloses Muttermal oder um bösartigen Hautkrebs (Melanom) handeln. Schwarze Flecken, die herauswachsen, sind durch ein Hämatom im Nagelbett z. B. durch einen Schlag mit dem Hammer oder einem eingequetschten Finger in der Autotüre entstanden.

 

Querrillen: Bei akuten Infekten oder durch Verletzung der Nagelwurzel

Rillen, die quer über den Nagel verlaufen, können ernste, aber auch völlig harmlose Gründe haben: Innere Störungen und akute Erkrankungen können die Querstreifung auslösen. Sie treten häufig nach akuten Infekten, schweren Magen-Darm-Erkrankungen, einer Grippe mit hohem Fieber oder bei Herzerkrankungen auf. Im Falle einer Krebserkrankungen, die per Chemotherapie bekämpft wird, zeigen sich die Querrillen ebenfalls häufig. Extremer Stress, häufige Radikal-Diäten, die Einnahme von Medikamenten oder psychischer Erkrankungen wie Depressionen können ebenfalls diese Rillen auslösen.

Sie sind aber nicht nur eine Begleiterscheinung diverser Krankheiten, sondern können auch durch äußere Einwirkung entstehen: Rillen, die quer über den Nagel reichen, kommen häufig auch durch eine Verletzung der Nagelwurzel, z. B. bei einer unvorsichtigen Maniküre.
Sind die Querrillen dauerhaft auf den Nägeln sichtbar und somit über eine längere Zeit vorhanden, solltest Du sie Deinem Arzt zeigen.

 

Längsrillen: Veranlagung, Alterserscheinung und bei bestimmten Erkrankungen

Vielleicht sind Dir schon mal längs verlaufende Rillen auf Deinen Nägeln aufgefallen. In den meisten Fällen sind sie harmlos und nur ein optisches Problem. Mit der Polierfeile kannst Du hier schnell Abhilfe schaffen. Aber Achtung: Gehe hier bitte behutsam und vorsichtig vor!
Es kann auch sein, dass Du einfach eine genetische Veranlagung dazu hast. Treten die Längsrillen erst im Laufe der Zeit auf, können sie auch eine völlig normale Alterserscheinung sein – denn auch Deine Nägel altern; dabei ändert sich die Struktur ohne dass die Nagelqualität darunter leidet. Möglich ist auch, dass sie als Zeichen von Flüssigkeitsmangel auftreten, der über eine längere Zeit besteht. Du solltest dann einfach mehr trinken.

Ist Deine Leber nicht fit oder leidest Du unter Rheuma, so kann sich dies ebenfalls als Längsrillen in Deinen Nägeln niederschlagen.

 

Stark nach oben gewölbte Nägel: Genetisch bedingt oder ein Zeichen für Sauerstoffmangel

Sind die Nägel rundlich gewölbt, spricht man auch von Uhrglasnägeln. Sie können genetisch bedingt sein. Wenn Du sie schon immer hast, sind sie in diesem Fall harmlos. Anders jedoch verhält es sich, wenn Deine Nägel immer schön ebenmäßig waren und auf einmal beginnen, sich in der Form zu verändern. Ist dies der Fall, solltest Du einen Termin beim Arzt ausmachen. Die Uhrglasnägel können nämlich ein Indiz für ernsthafte Erkrankungen an der Leber oder der Lunge sein. Bei einem Lungenproblem entstehen sie durch einen chronischen Mangel an Sauerstoff im Gewebe. Mukoviszidose und Blutarmut können ebenfalls dafür verantwortlich sein.

 

Nach innen gewölbter Nagel: Aufgeweichte Hornsubstanz oder Eisenmangel

Sieht Dein Nagel so aus, als hätte man ihn mit einem Löffeln eingedrückt, ist er also nach innen gewölbt, spricht man von einem „Löffelnagel“. Die Nagelplatte ist hier so weich, dass sie ins Nagelbett einsinkt.

Dies kann passieren, wenn Du ohne Handschuhe längere Zeit mit scharfen Putzmitteln oder anderen aggressiven Stoffen hantierst. Die Hornsubstanz des Nagels weicht sich auf, das Nagelbett senkt sich in die Fingerspitze.

Weitere Möglichkeiten sind Magen-Darm-Leiden, Störungen der Schilddrüse, Blutarmut und Eisenmangel.

 

Brüchige Nägel: Häufiges Händewaschen und Schuppenflechte

Ein weiteres häufiges Problem sind brüchige und spröde Nägel. Meist kommen sie von zu häufigem Händewaschen oder dem Umgang mit scharfen Nagellackentfernern sowie Putzmitteln. Den Nägeln wird dadurch Fett entzogen. Sie laugen regelrecht aus. Die Nagelplatte kann porös werden und an der Spitze absplittern.

Brüchige Nägel können auch von körperlichen Störungen wie einer Fehlfunktion der Schilddrüse, Diabetes, Neurodermitis, einem Ungleichgewicht der Hormone sowie durch Schuppenflechte ausgelöst werden.

 

Wie pflege ich meine Nägel richtig?

Schöne starke Nägel bekommst Du, indem Du äußerliche Risikofaktoren wie eine unsanfte Maniküre oder den Gebrauch von scharfen Putzmitteln (ohne Handschuhe) eindämmst und sie innerlich und äußerlich unterstützt.

Deine Nägel freuen sich über Vitamin A, welches in roten, gelben und grünen Gemüsesorten enthalten ist. Zudem lieben sie Kalzium, das in Milchprodukten und Mineralwasser steckt. Eisen ist ebenfalls ein gutes Mittel, um die Gesundheit der Nägel zu fördern und zu erhalten. Das Spurenelement kannst Du über Fleisch, Linsen und Spinat zu Dir nehmen.

Regelmäßige Massagen mit Rizinusöl, Hagebuttenöl, Jojobaöl und Arganöl machen Deine Nägel unwiderstehlich und stark für den Alltag. Nagelpilz kannst Du mit Pfefferminzöl oder Teebaumöl auf ganz natürliche Art bekämpfen.

 

 

Stephanies Tipp

Hier ein DIY-Rezept für eine pflegende, extrem feuchtigkeitsspendende Hand- und Nagelcreme:

Erhitze 150 g Kokosfett, 100 g Bienenwachs, 20 g Sheabutter, 50 ml Argan- oder Jojobaöl in einer Schüssel über einem Wasserbad. Wenn die Zutaten geschmolzen sind, verrührst Du sie und nimmst die Schüssel aus dem Wasser. Jetzt mischt Du mit einem Mixer zwei Esslöffel Speisestärke unter bis eine homogene, cremige Masse entsteht. Diese füllst Du in eine Dose mit Schraubverschluss. Deine Creme ist etwa drei Monate haltbar.

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