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Achtung, Zeckensaison! So kannst Du Dich schützen

by Satin Naturel |

Jetzt ist es wieder soweit: Nicht nur das Frühjahr naht mit großen Schritten und bezaubert durch das Erblühen von Flora und Fauna, sondern auch die Zeckensaison beginnt. Vor allem zwischen März und Oktober läufst Du Gefahr, mit den bissigen Biestern in Kontakt zu treten.

Schnell ist es geschehen: Beim Liegen und Blumenpflücken auf der Wiese, beim Wandern in den Bergen, bei einem Besuch von Schwimmbad und Badesee oder beim Zelten auf freiem Feld – überall lauern die kleinen achtbeinigen Spinnentiere. Und nein, sie lassen sich nicht von den Bäumen fallen. Du kannst ganz leicht eine mitnehmen, indem Du ihr, während sie an Grashalmen oder an Sträuchern hängt, die Möglichkeit gibst, auf Deinen Körper zu krabbeln.

Das Tückische an Zecken ist, dass sie Infektionskrankheiten übertragen können, die ganz schön gefährlich werden können. Allem Voran stehen hier FSME und Borreliose. Hier ist Vorsicht ist besser als Nachsicht: Für Kinder und Erwachsene gibt es eine Impfung gegen FSME.
Informationen zur Erkrankung, der Impfung und wie Du Zeckenbisse vermeiden kannst bekommst Du in diesem Artikel.

 

FSME: Viruserkrankung durch Zeckenspeichel

Hinter dem Kürzel FSME verbirgt sich die Virus-Erkrankung „Frühsommer-Meningoenzephalitis“, die in verschiedenen und bisweilen schweren Stadien verlaufen kann.

Ach, die Natur ist manchmal ziemlich eklig: Die Viren, die die Krankheit auslösen, stecken im Speichel der Zecke. Du kommst damit in Berührung, wenn Dich eine Zecke beißt. Danach können die Viren sofort in die Wunde übergehen und nach einer mehrwöchigen Inkubationszeit die Infektion auslösen. Ist dies passiert, leidest Du vorerst unter grippeartigen Symptomen mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Dies ist das Stadium 1. Wenn Du Glück hast, hast Du die Krankheit mit Abklingen der Symptome überstanden. Häufig geht die Krankheit aber auch in Stadium 2 über. Hierbei kann das FSME-Virus Dein zentrales Nervensystem befallen. Mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen und einem steifen Nacken kann sich dann eine Hirnhautentzündung (Meningitis) ankündigen. Die schwerste Folge der FSME ist eine Entzündung des Gehirns und Rückenmarks. In diesem Fall sind nicht nur die Hirnhäute, sondern das gesamte Gehirn und die Nervenwurzeln betroffen. Daraus können leider langanhaltende oder bleibende Schäden entstehen, z. B. Lähmungen der Extremitäten, der Atem- und Halsmuskulatur, Atemschwäche, Schluck-, Sprech- oder Gleichgewichtsstörungen.

Zecken sind nur in bestimmten Regionen mit den Viren infiziert, die als Risikogebiete bezeichnet werden. Dazu gehören in Deutschland Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Thüringen. Auch in anderen Ländern Europas ist die FSME verbreitet, darunter in Österreich, der Schweiz, Ungarn, Kroatien, in Tschechien, Polen, Estland, Lettland, Litauen und Russland.

 

Wie kannst Du Dich gegen Zeckenbisse schützen?

Grundsätzlich kannst Du selbst schon viel dafür tun, Dich vor einer anhänglichen Zecke zu schützen:

  • Ziehe in Risikogebieten möglichst lange, helle, enge Kleidung an. Auf diese Weise erschwerst Du den Zecken den Zugang zu Deiner Haut. Außerdem kannst Du sie besser entdecken.
  • Bist Du im Grünen unterwegs, raten wir Dir, den Hosensaum in die Socken oder Schuhe zu stecken, festes Schuhwerk oder Gummistiefel zu tragen (vor allem im Wald).
  • Trage regelmäßig Anti-Insekten-Spray auf freie Hautstellen und auf Deine Kleidung auf. Viele Mittel haben eine Wirkdauer von einigen Stunden. Du kannst aber auch auf unsere natürlichen Öle setzen: Insekten mögen den Geruch von Pfefferminzöl und Teebaumöl nicht und halten sich von Dir fern, wenn Du Dich damit „einparfumiert“ hast.
  • Nach dem Aufenthalt im Freien, solltest Du Deinen Körper aufmerksam nach den ungeliebten Gästen absuchen. Nimm Dir jemanden zu Hilfe, wenn Du an manche Stellen nicht selbst herankommst (z. B. Rücken, Nacken und Haaransatz/Kopfhaut).

Ist die FSME-Impfung sinnvoll?

Neben den genannten Maßnahmen ist es ratsam, Dich gegen FSME impfen lassen. Doch Achtung: Die FSME-Impfung ist keine Impfung gegen Zecken bzw. ihren Biss an sich, sondern eine Vorsorgemaßnahme gegen das Virus, das durch den Zeckenspeichel übertragen werden kann.

Bei der Impfung werden abgetötete FSME-Viren per Spritze in den Körper injiziert. Keine Sorge, sie können dort keinen Schaden anrichten. Die Viren animieren Dein Immunsystem dazu, spezielle Abwehrstoffe zu produzieren. Sollte Dein Körper dann mit den Viren in Kontakt kommen, ist er in der Regel gegen sie immun.

Die Impfung erfolgt durch Deinen Hausarzt in den seitlichen Oberarm, bei Kindern - solange sie noch nicht laufen können – in den Oberschenkel. Für einen mehrjährigen Impfschutz sind drei Impfungen nötig: Nach ersten Spritze erfolgt eine zweite nach 1 bis 3 Monaten, die dritte nach 5 bis 12 Monaten. Eine Auffrischung ist nach etwa 3 Jahren notwendig.

Die Impfung ist dann besonders angebracht, wenn Du in einem der oben genannten Risikogebiete wohnst oder dort Urlaub machen möchtest. Wenn Du Deine Reise für Frühjahr oder Sommer planst, ist es am besten, Dich schon im Winter impfen zu lassen. Dies hat zwei Grüne: Zum einen ist in dieser Jahreszeit die Zeckengefahr sehr gering, zum anderen ist Dein Impfschutz dann schon gut aufgebaut, wenn Du Deinen Urlaub antrittst. Der Winter ist aber nicht der einzige Zeitpunkt zum Impfen – grundsätzlich kann die FSME-Immunisierung zu jedem beliebigen Zeitpunkt vorgenommen werden.

 

Wie kannst Du einen Zeckenbiss natürlich behandeln?

Harmlose (!) Bisse und Stiche von Insekten lassen sich wunderbar mit natürlichen Mitteln behandeln – mit einem Tupfer entzündungshemmendem und juckreizstillendem Teebaumöl, mit antibakteriellem Pfefferminzöl, heilendem Arganöl oder dem „natürlichen Pflaster“ Aloe Vera Gel.

Mehr zur Anwendung erfährst Du in unserem Blog-Beitrag „Insektenstiche auf natürliche Weise behandeln“ (verlinken mit https://satinnaturel.com/blogs/news/insektenstiche-auf-natuerliche-weise-behandeln/ ).

Allerdings Achtung: Passe vor allem gut auf den Biss der Zecke auf, wenn sie Dich erwischt hat. Verfärbt er sich rot und fühlt er sich unangenehm an, scheue bitte nicht den Gang zum Arzt. Lieber einmal zu viel hingehen als einmal zu wenig – das gilt natürlich auch für andere Stiche und Bisse.

 

Zum Schluss

Grundlegende Infos zu Zecken
https://www.youtube.com/watch?v=9ltGttdyVeo

 

Zecken richtig entfernen
https://www.youtube.com/watch?v=YVRn_t6zgyY

 

 

Stephanies Tipp

Bei Zeckenbissen und FSME ist es ratsam, natürlich auch an die ganz Kleinen zu denken! Gerade Kinder haben ein erhöhtes Risiko, mit Zecken in Berührung zu kommen. Die heimtückischen Spinnentiere sind sowohl im eigenen Garten als auch an vielen anderen Plätzen anzutreffen, an denen Kinder spielen.

An sich haben es Kinder im Falle einer Infektion mit dem FSME-Virus „leichter“, wenn man das so sagen kann. Die Erkrankung verläuft in jungen Jahren meist leichter und milder als bei älteren Jugendlichen und Erwachsenen. In der Regel äußert sie sich durch grippeartige Symptome und klingt dann wieder ab. Doch das ist leider nicht immer so: Auch bei den Kids besteht die Möglichkeit einer schweren Verlaufsform z. B. mit einer Gehirnhautentzündung oder Komplikationen mit Spätfolgen.

So ist es ratsam, Kinder ebenfalls gegen FSME impfen zu lassen, wenn man an einem entsprechenden Ort wohnt oder dorthin reisen möchte. Bei Babys ist Immunisierung noch nicht möglich. Erst ab einem Jahr kann die Nadel angesetzt werden. Dabei läuft das Impfschema ebenso ab wie bei den Erwachsenen.

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